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Corona-Testpflicht in Kraft - Stationen melden wachsenden Andrang von Reiserückkehrern

Corona-News für Niedersachsen: Die Corona-Testpflicht ist in Kraft. Nicht nur der Flughafen hannover meldet eine steigende Nachfrage nach Tests durch Reiserückkehrer. Weitere Corona-News aus Niedersachsen im Live-Ticker.

  • Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten in Kraft.
  • Einreisende können sich innerhalb von 72 Stunden nach Ankunft in Deutschland kostenlos testen lassen.
  • Corona-Teststationen melden wachsenden Andrang von Reiserückkehrern.

Update vom 3. August, 15.45 Uhr:  Um eine vermehrte Ausbreitung des Coronavirus über die Sommerreisezeit zu verhindern, laufen auf breiter Front freiwillige Tests bei Urlaubsrückkehrern an. Von Teststationen wird wachsender Andrang gemeldet. Am Flughafen Hannover sei die Zahl der Nutzer alleine am Samstag bereits um etwa 30 Prozent im Vergleich zu den Vortagen gestiegen, wie die Betreiber mitteilten. Auch die Nachfrage nach freiwilligen Tests für Reisende, die nicht in einem Risikogebiet waren, habe zugenommen.

Einreisende können sich innerhalb von 72 Stunden nach der Ankunft in Deutschland auch ohne Krankheitsanzeichen kostenlos testen lassen. Das legt eine Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fest. An bayerischen Stationen etwa haben sich bisher rund 18 000 Urlauber auf das Coronavirus testen lassen, wie es in München hieß. Am Frankfurter Flughafen haben sich an dem schon länger geöffneten Testzentrum bisher mehr als 40 000 Menschen testen lassen, wie es von Deutschlands größtem Airport hieß. Die Zahl der täglichen Testungen liege nach Angaben der Betreiber inzwischen bei knapp 2000.

Update vom 2. August: Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist auch am Sonntag erneut um mehrere Dutzend gestiegen. Wie das Sozialministerium in Hannover mitteilte, stieg die Zahl der bestätigten Infektionen um 52 auf 14.524 Fälle seit Beginn der Epidemie, 91,6 Prozent der Betroffenen sind demnach genesen. Binnen einer Woche betrug der Anstieg in Niedersachsen 323 Fälle.

Coronavirus in Niedersachsen: Viele Urlauber lassen sich am Flughafen Hannover testen

Unterdessen hat der Andrang am Corona-Testzentrum im Flughafen Hannover mit der Möglichkeit freiwilliger Tests für Reisende, die nicht in einem Risikogebiet waren, zugenommen. Wie der Betreiber, die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), am Sonntag mitteilte, stieg der Andrang alleine am Samstag bereits um etwa 30 Prozent im Vergleich zu den Vortagen. Seit Start am Mittwoch bis zum Samstagmittag seien etwa 1000 Fluggäste getestet worden.  In der Nacht von Samstag auf Sonntag kamen weitere 340 Fluggäste hinzu.

Obwohl die Zahl der Neuinfektionen wieder etwas höher liegt, als vor wenigen Wochen, ist die Zahl der Corona-Patienten in niedersächsischen Krankenhäusern stabil. Sie betrug zuletzt am Freitag 153, lediglich 27 davon mussten auf der Intensivstation behandelt werden.

Update vom 31. Juli, 14.05 Uhr: In der Dithmarscher Kreisstadt Heide gelten seit Freitag strengere Corona-Schutzmaßnahmen. Grund sind die zuletzt stark gestiegenen Corona-Neuinfektionen. Im öffentlichen Raum gelten Kontaktbeschränkungen, der Heider Wochenmarkt am Samstag darf nur mit einem Mund-Nasen-Schutz besucht werden und die Kundenzuläufe zu den Geschäften würden etwas abgebremst. Ursprünglich sollten die Einschränkungen erst ab Samstag gelten.

Auch im Tourismusort Büsum gelten seit Freitag strengere Beschränkungen. Dort gibt es eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Bereich der Fußgängerzone der Alleestraße sowie im Fußgängerbereich der Hohenzollernstraße. Sie gilt auch für Besucher des Wochenmarkts. Die beiden Allgemeinverfügungen für Heide und Büsum gelten jeweils bis einschließlich 7. August, eine Verlängerung ist möglich.

Update vom 31. Juli, 11.22 Uhr: Jeder fünfte Fahrgast in Bremer Bussen und Bahnen ist nur mit einer unzureichenden oder ohne Mund-Nasen-Bedeckung unterwegs. Rund 80 Prozent aller Fahrgäste tragen eine Maske, die korrekt Mund und Nase bedecke, teilte Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) am Freitag mit. Mit Blick auf die bundesweit wieder steigende Corona-Infektionszahlen kündigte Mäurer gemeinsame Kontrollen des Ordnungsamtes und der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) in öffentlichen Verkehrsmitteln an.

Update vom 31. Juli, 08.52 Uhr: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) haben die Gesundheitsämter in Deutschland innerhalb eines Tages 902 neue Corona-Infektionen gemeldet. Das ist die höchste Zahl seit Mai. Abgesehen von dem lokalen Corona-Ausbruch beim Fleischfabrikanten Tönnies im Juni. Damit haben sich in Deutschland 207 828 Menschen seit Beginn der Corona-Krise nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Dies meldete das RKI mit einem Datenstand von 00.00 Uhr am 30. Juli. Als Ursache für den Anstieg nannte RKI-Präsident Lothar Wieler Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Verhaltensregeln.

Die Einreisebeschränkungen, die für die EU-Länder wegen der Corona-Pandemie gelten, sind wieder leicht ausgeweitet. Nach einem Beschluss vom 30. Juli dürfen ab heute Reisende aus Algerien nur noch in die EU einreisen, wenn dies zwingend notwendig ist. 

Wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar für das Nachrichtenmagazin „Focus“ ergab, sind rund zwei Drittel der (65 Prozent) für härtere Strafen bei Verstößen gegen die Corona-Regeln

Update vom 30. Juli, 15.30 Uhr: Die niedersächsische Pflegekammer fordert regelmäßige Tests für alle Pflegekräfte. Zunächst seien Fußballprofis getestet worden, dann Schlachthof-Mitarbeiter und jetzt auch Urlauber nach der Rückkehr aus Risikogebieten - die Pflegekräfte blieben aber außen vor, kritisierte Kammerpräsidentin Nadya Klarmann. Dabei könne der Ausbruch des Coronavirus in Pflegeheimen besonders verheerend sein, insbesondere angesichts steigender Infektionszahlen. „Müssen Pflegebeschäftigte jetzt erst in ein Risikogebiet fliegen, um einen Corona-Test zu bekommen?“, fragte Klarmann. Auch forderte sie, dass Urlauber die Kosten für die Tests selbst tragen müssten.

Zunehmende Neuinfektionen in Dithmarschen

In der Dithmarscher Kreisstadt Heide ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen stark angestiegen. Aus diesem Grund sollen dort ab Samstag wieder strengere Schutzmaßnahmen gelten. Die Kreisstadt kehrt zu strengeren Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum zurück, sodass sich maximal zwei Personen aus unterschiedlichen Haushalten treffen dürfen, sagte Landrat Stefan Mohrdieck bei einer Pressekonferenz in Kiel

KreisDifferenz der Neuinfektionen zum Vortag (Angaben laut Übersicht der Landesregierung, Stand: 29.07.2020, 19.05 Uhr)
Dithmarschen:+ 7
Kiel:+ 5
Lübeck:+/-
Schleswig-Holstein insgesamt:+ 22

Flughafen Hannover beginnt mit Corona-Tests

Update vom 30. Juli, 12.15 Uhr: Die ersten Rückkehrer aus einem Risikogebiet haben sich an der neuen Teststation des Hannoveraner Flughafens freiwillig auf das Coronavirus testen lassen. Die rund 70 Passagiere seien in zwei Maschinen aus Izmir und Antalya in der Türkei zurückgekehrt, teilte eine Airport-Sprecherin mit. An Bord seien rund 250 Passagiere gewesen. Der kostenlose Corona-Test soll kommende Woche bundesweit für alle Rückkehrer aus Risikogebieten Pflicht werden.

Am Bremer Airport werden derzeit Teststellen aufgebaut, die vom Gesundheitsamt betrieben werden. Dort sollen die Testungen am Freitag starten. Die Behörden weisen darauf hin, dass sich die Getesteten zunächst in Quarantäne begeben müssten. Das Ergebnis des Tests wird in der Regel von 24 Stunden telefonisch mitgeteilt.

Update vom 30. Juli, 08.45 Uhr: Nach Einschätzung der Polizeigewerkschaft GdP könnten verpflichtende Corona-Tests für Reiserückkehrer als letztes Mittel von der Polizei mit Gewalt durchgesetzt werden. „Wir müssen letztlich Recht durchsetzen und am Ende auch mit Zwang“, sagte der Vize-Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Der Gewerkschafter rief Reisende zur Zusammenarbeit auf. „Die Testpflicht erfordert ein hohes Maß an Verständnis von der Bevölkerung, denn so ein Test ist ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit“, sagte Radek. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat für Rückkehrer aus internationalen Risikogebieten eine Testpflicht bei der Einreise nach Deutschland angekündigt. Die entsprechende Anordnung soll in der kommenden Woche in Kraft treten.

Flughafen Hannover nimmt Corona-Teststation in Betrieb

Update vom 29. Juli, 16.40 Uhr: Rückkehrer aus Risikogebieten können sich am Flughafen Hannover ab Donnerstag kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Auf den Kurzzeit-Parkplätzen am Terminal C wurden dazu Container aufgestellt. Von Hannover aus werden drei Länder angeflogen, die auf der Liste des Robert Koch-Institutes für Risikogebiete stehen: die Türkei, Serbien und Weißrussland.

Touristen, die aus Risikogebieten zurückkommen können sich in der neuen Corona-Test-Station am Flughafen Hannover testen lassen.

Update vom 29. Juli, 08.15 Uhr: Am Flughafen in Hannover können sich Reisende, die aus einem Risikogebiet zurückkehren, ab Mittwochabend kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Die erste Teststation werde auf einem Parkdeck des Flughafens eingerichtet, wie die Region Hannover mitteilt. Bis Sonntag seien die Testungen freiwillig. Die Testpflicht für Reiserückkehrer tritt vermutlich in der kommenden Woche in Kraft.

Flughäfen bereiten sich auf Testpflicht von Reiserückkehrern vor

Update vom 28. Juli, 14.57 Uhr: Am Airport Hannover sollen bereits ab Mittwoch Tests auf das Coronavirus möglich sein. Es hat eine Ortsbegehung von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes und des Flughafens gegeben, um abzusprechen, wo die Test-Stationen aufgestellt werden sollen, sagte eine Sprecherin. Eine bundesweite Testpflicht soll voraussichtlich kommende Woche in Kraft treten.

An den Flughäfen werden Corona-Testmöglichkeiten eingerichtet. In der kommenden Woche soll die Testpflicht in Kraft treten.

Am Regionalflughafen Münster/Osnabrück hatte es bereits in der Nacht zu Dienstag erste Tests bei ankommenden Passagieren aus der Türkei gegeben. Der Flughafen Bremen will Ende der Woche mit den Tests starten. Das Passagieraufkommen aus Risikogebieten sei derzeit überschaubar.

Update vom 28. Juli, 12.39 Uhr: Das niedersächsische Sozial- und Gesundheitsministerium hat regelmäßige Corona-Tests für Mitarbeiter von Schlachthöfen angeordnet. Somit dürfen nur noch Personen arbeiten, die zuvor mindestens einmal in zehn Tagen auf Covid-19 getestet wurden. Das teilte das Ministerium in Hannover mit.

Ziel sei es, neue Infektionsherde in der Fleischindustrie zu verhindern und Infektionen früh zu entdecken, erklärte Staatssekretär Heiger Scholz. In Betrieben der Fleischbranche hatten sich in Niedersachsen wiederholt Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert, zuletzt in einem Wiesenhof-Schlachthof in Lohne.

Update vom 28. Juli, 11.51 Uhr:  Nach einem bundesweiten Wiederanstieg der Corona-Infektionszahlen appelliert das Robert Koch-Institut (RKI) zum Einhalten der Verhaltensregeln. Die Entwicklung sei sehr beunruhigend, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler heute in Berlin. 

Coronavirus: Die aktuellen Fallzahlen im Norden

Dem Robert-Koch-Institut bekommt täglich Fälle übermittelt, die an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Die Fallzahlen werden regelmäßig aktualisiert.

AnzahlDifferenz zum VortagFälle der letzten sieben TageTodesfälle
Niedersachsen14.288+47220648
Bremen1.752+53155
Hamburg5.326+479261
Schleswig-Holstein3.341+1969156
Deutschland gesamt206.242+6333.6119.122

Update vom 28. Juli, 09.26 Uhr: Niedersachsen hat für das neue Schuljahr, abhängig von der Infektionslage, drei Szenarien entwickelt. Aktuell wird von einem eingeschränkten Regelbetrieb ausgegangen. Es soll auf das Abstandsgebot verzichtet werden, aber es soll feste Lerngruppen geben. Masken sollen auf den Fluren getragen werden.

Niedersachsen hat für den Schulbetrieb, je nach Infektionslage, drei Szenarien entwickelt, will aber einen eingeschränkten Regelbetrieb gewährleisten.

In Bremen, wo das Schuljahr ebenfalls am 27. August beginnt, sollen Grundschüler und Schüler, die zu Hause keine oder nur eingeschränkte Möglichkeiten zum selbstständigen Lernen haben, bevorzugt mit Präsenzzeiten versorgt werden, sollte es pandemiebedingt doch zu Einschränkungen des Schulbetriebs kommen.

Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten

Update vom 28. Juli, 08.15 Uhr: Urlauber, die aus Risikogebieten nach Deutschland einreisen, müssen nach ihrer Rückkehr auf das Coronavirus testen lassen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kündigte an, dass die Testpflicht voraussichtlich kommende Woche in Kraft treten werde.

Coronatests sollen voraussichtlich ab kommender Woche für Reiserückkehrer aus Risikogebieten verpflichtend sein,

Die Tests sollen kostenfrei sein, wie Spahn im ZDF-Heute Journal und in den ARD-Tagesthemen mitteilte. Zudem solle die Testpflicht nur für Rückkehrer aus Risikoländern gelten. Eine Ausweitung auf Nicht-Risikoländer schloss der Minister aus. Am Ende sei ein solcher Test ein Eingriff in die persönliche Freiheit und ein solcher müsse gut gerechtfertigt und verhältnismäßig sein. Bei Risikoländern sei eine Testpflicht durch das Infektionsschutzgesetz gedeckt.

Coronavirus: Nach hunderten Tests ein positiver Fall in Lloyd Werft in Bremerhaven

Nach hunderten Corona-Tests bei Arbeitern der Lloyd Werft wegen einer Infektion in einem Partnerunternehmen ist ein Test positiv ausgefallen. Es wurden weitere Untersuchungen eingeleitet. Die Werft war informiert worden, dass ein Mitarbeiter einer Partnerfirma positiv auf das Coronavirus getestet wurde - die Firma ist bei Arbeiten in der Werft eingebunden. Daraufhin wurden die rund 70 Kollegen des Infizierten getestet. Diese Tests ergaben drei weitere Infektionen.

Update vom 27. Juli, 16.19 Uhr: Die neuen Regelungen zu Corona-Tests für Reiserückkehrer sind umstritten. Freiwillige Tests sind den einen zu lasch. Sie fordern eine Pflicht. Die andere Seite aber ist der Ansicht, eine Testpflicht sei ein zu starker Eingriff in die Intimsphäre. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und die Ressortchefs der Bundesländer hatten am Freitag beschlossen, dass sich alle Reisenden aus Risikogebieten nach ihrer Rückkehr kostenlos auf das Virus testen lassen können. Spahn wolle auch prüfen, ob verpflichtende Test rechtlich umsetzbar seien.

Die insgesamt 874 erneuten Corona-Tests, die in der Hähnchenschlachterei der Firma Oldenburger Geflügelspezialitäten im niedersächsischen Lohne durchgeführt wurden, sind negativ ausgefallen.

Update vom 27. Juli, 08.55 Uhr: In Niedersachsen und Bremen geraten immer mehr Schausteller in Existenznot. Die meisten hatten seit den Weihnachtsmärkten keine Einnahmen. Die ersten Betriebe hätten bereits Insolvenz angemeldet, wie der Vorsitzende des Bremer Schaustellerverbandes der Deutschen Presse-Agentur erklärt. Ob der Bremer Freimarkt zu realisieren sei, hänge von der zugelassenen Besucherzahl ab. Sind es zu wenige, würde sich der Aufbau der Fahrgeschäfte wirtschaftlich nicht lohnen. Es gebe derzeit intensive Gespräche mit dem Wirtschaftsressort, sagt der Sprecher. Der Freimarkt ist vom 16. Oktober bis 1. November geplant.

Zwei Riesenräder stehen derzeit in Bremen und Bremerhaven. Ob sich der Aufbau der Fahrgeschäfte für den Bremer Freimarkt lohnt, hängt von der zugelassenen Besucherzahl ab.

In Absprache mit den Behörden konnten zwei Riesenräder in Bremen und Bremerhaven aufgestellt werden. Der Seniorchef des betreibenden Familienbetriebs sagt, dass ihm nicht klar sei, warum Kinder in der Kita oder auf dem Spielplatz zusammen spielen, aber nicht nebeinander im Autoscooter sitzen dürfen.

Niedersächsische Verkehrsbetriebe kämpfen mit Corona-Folgen

Die niedersächsischen Verkehrsbetriebe haben schwer mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen und sind noch nicht wieder auf dem Vor-Corona-Niveau zurück. Die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) spricht von einem zusätzlichen Minus von 15 Millionen Euro. Vor dem Beginn der Ferien seien wieder etwa zwei Drittel des Vorjahresniveaus erreicht.

Die Üstra in Hannover wird erst noch konkrete Zahlen vorlegen, aber ebenso wie die Fahrgastzahlen der Wolfsburger Verkehrs-GmbH (WVG) würden sich die Fahrgastzahlen in den letzten Wochen erholen, wie Sprecher mitteilen. In Göttingen gibt es Einnahmeverluste im ersten Halbjahr von etwa 1,4 Millionen Euro, während Oldenburg die Verluste mit knapp über zwei Millionen Euro beziffert.

Kitabetrieb weiterhin durch Corona-Maßnahmen eingeschränkt

Update vom 23. Juli, 13.44 Uhr: Die Kitas und Kindergärten in Niedersachsen gehen ab dem 1. August wieder in den Regelbetrieb über. Kulturminister Grant Hendrik Tonne (SPD) zeigt sich zufrieden über die Erkenntnisse aus dem eingeschränkten Regelbetrieb der vergangenen vier Wochen. Dort habe sich gezeigt, dass Kitas auch mit großen Kindergruppen nicht zu einem Corona-Hotspot werden. „Wir nähern uns damit stark einem Kita-Alltag, wie wir ihn vor Corona kannten“, kommentiert Tonne die geplante Öffnung im August.

Dennoch wird der Kitabetrieb weiterhin durch Corona-Maßnahmen eingeschränkt. Eltern sollen die Einrichtungen nur mit Maske betreten, sagt Tonne. Kitas dürfen zudem Früh- und Spätgruppen sowie Sprachförderung mit Kindern aus unterschiedlichen Gruppen anbieten. Sollten die Infektionen wieder ansteigen, hat Niedersachsen Ausfallpläne für einen eingeschränkten Kitabetrieb oder einen möglichen Shutdown vorbereitet.

Mitglied des Bundesrates:Grant Hendrik Tonne
Geboren:22. Juni 1976 (Alter 44 Jahre), Bad Oeynhausen
Partei:Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Amt:Mitglied des Bundesrates seit 2017
Ausbildung:Universität Bremen (2000), Städtisches Gymnasium Petershagen (1995)

Corona-News für Niedersachsen: 30 neue Corona-Fälle – Hohe Strafen für Quarantäne-Verstöße bei Reiserückkehr

Am Freitag meldet das Land Niedersachsen 30 neue Corona-Fälle in Niedersachsen. Eine Umfrage der Universität Osnabrück informiert über das Wohlbefinden der Deutschen während der Coronavirus-Krise und kommt auf spannende Ergebnisse zwischen den gesellschaftlichen Schichten. Niedersachsen und Bremer, die aus dem Urlaub in einem Risikogebiet zurückkehren, müssen sich zwingend und umgehend in häusliche Quarantäne begeben, sonst drohen empfindliche Strafen. Wer den Sommer in Niedersachsen verbringt, kann im Weyher Freibad entspannen: Das öffnet ab Freitag für eine größere Besucherzahl.

Update vom 23. Juli, 10.59 Uhr: In Niedersachsen wurden am Freitag 30 neue Corona-Fälle erfasst. Damit beläuft sich die Menge aller gezählten Infektionen auf 14.160, bei 13.058 davon geht man inzwischen von einer Genesung aus. Das sind 92,2 Prozent. In Niedersachsen verläuft das Infektionsgeschehen weitgehend ruhig, nur der Landkreis Vechta hat wegen der Infektionen in einem Lohner Schlachthof viele Neuinfektionen. Dort haben sich in den letzten sieben Tagen pro 100.00 Einwohner 41,3 Menschen infiziert. Der Wert ist seit gestern gestiegen. Ab einem Wert von 50 werden verstärkte Infektionsschutzmaßnahmen eingeleitet.

Corona-Fälle in NiedersachsenGesamtÄnderung zum Vortag
Fälle:14.160(+30)
Verstorbene:648(+0)
Genesene:13.058(+14)
7-Tageinzidenz:3,4

Niedersachsen: Hohe Strafen für Verstöße gegen Quarantänepflicht bei Einreise aus Corona-Risikogebiet

Wer nach dem Urlaub in einem Corona-Risikogebiet zurück nach Norddeutschland reist, muss anschließend sofort in Quarantäne.

Update vom 23. Juli, 10.56 Uhr: In Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein und Hamburg gelten strenge Regeln für Reise-Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten. Wer aus einem solchen zurückkehrt, muss in zweiwöchige Quarantäne. Zudem muss die zuständige Behörde über die Einreise informiert werden. Wer sich nicht meldet, kann in Niedersachsen zu bis zu 2.000 Euro Strafe verdonnert werden. Kreiszeitung.de berichtet über die Vorschriften bei Einreise aus Corona-Risikogebieten. Auch Verstöße gegen die Quarantäne oder das Empfangen von Besuch kann teuer werden. In Niedersachsen werden bis zu 10.000 Euro fällig.

Universität Osnabrück: Corona-Krise sorgt für mehr Naturverbundenheit bei Deutschen

Update vom 23. Juli, 10.07 Uhr: Eine Studie der Universität Osnabrück erforscht das Wohlbefinden und die gesellschaftliche Stimmung der Deutschen während der Coronavirus-Krise. NDR.de berichtet über erste Ergebnisse der Studie von Prof. Birgit Babitsch. 57,5 Prozent der Befragten gaben an, nun stärker mit der Natur verbunden zu sein. 42,1 Prozent genießen es, mehr „Zeit zum Innehalten“ zu haben. Schwer fällt dir Coronavirus-Krise nur 23,9 Prozent der Befragten. Fast die Hälfte (46,4 Prozent) nehmen die Krise leicht. Doch es gibt auch kritische Rückmeldungen: 24,7 Prozent der befragten fühlen sich durch die Coronavirus-Krise stark bedroht, 34,7 Prozent sprechen von einer starken Belastung. Menschen, die sich als sozial schwächer sehen, geht es in der Krise deutlich schlechter. Deshalb fordert Babitsch mehr Aufmerksamkeit für die „Schwächeren in der Gesellschaft.“

Weyhe: Freibad öffnet für mehr Gäste – bis zu 350 Gäste dürfen ab Freitag vom „5er“ springen

Eröffnet den 5-Meter-Turm des Weyher Freibads: Schwimmmeister Sven Lehmkuhl.

Update vom 23. Juli, 9.53 Uhr: Das Weyher Freibad lässt ab Freitag, 24. Juli deutlich mehr Menschen rein. Ab sofort sind bis zu 350 Gäste erlaubt, 150 mehr als zuvor. Kreiszeitung.de informiert über die Corona-Lockerungen im Weyher Freibad. Dazu zählt auch ein Highlight für Fans vom Sprungtürmen: Der 5-Meter-Turm im Weyher Freibad öffnet wieder. Auch die Wärmehalle und das Einschwimmbecken können wieder genutzt werden. Duschen und Toiletten im Hauptgebäude bleiben geschlossen. Trotz Coronavirus-Krise ist der Badebetriebsleiter des regional bekannten Freibads zufrieden mit dem Zulauf. Markus Kuske zählt seit dem 15. Juni insgesamt 8.300 Badegäste, die sich auch an die Corona-Regeln halten würden. Dazu zählt der Sicherheitsabstand, das Tragen von Masken in Gebäuden und der Kiosk-Schlange.

Corona-News für Niedersachsen: Vielen Kinos droht das Aus – Abstandsregel im Kino wie „Berufsverbot“

Update vom 23. Juli, 16.30 Uhr: Der Kinounternehmer Hans-Joachim Flebbe sieht die Kinos vor allem in Niedersachsen angesichts der strengen Corona-Auflagen am Abgrund. Die 1,50-Meter-Abstandsregel im Kinosaal komme einem Berufsverbot gleich, die Auflagen seien „völlig überzogen“, kritisierte Flebbe am Donnerstag in Hannover. Höchstens 25 bis 30 Prozent der Plätze dürfe er verkaufen, wirtschaftlich vertretbar sei es erst ab einer Auslastung von 50 Prozent. Flebbe betreibt unter anderem den Berliner Zoo Palast sowie Premium-Kinos in Hannover, Hamburg, München, Köln und Frankfurt am Main. Seine Kinos in Niedersachsen seien noch geschlossen.

Die Kinos würden von der Politik allein gelassen, seine Schreiben an die Landesregierung seien nicht beantwortet worden, Kompensationen von Land oder Bund habe es nicht gegeben. Gleichzeitig gelte etwa in Österreich, Frankreich, der Schweiz oder auch in Nordrhein-Westfalen ein Mindestabstand von einem Meter, sagte der Gründer der Cinemaxx-Kette, aus der er vor gut zehn Jahren ausstieg. Nach Angaben des Hauptverbandes Deutscher Filmtheater ist die Krise für die Kinos noch nicht vorbei, obwohl viele nach monatelangen Corona-Schließungen bundesweit wieder geöffnet hätten. Der Verband warnte kürzlich vor einem Kinosterben.

Die Politik würde die Kinos alleine lassen, sagt Hans-Joachim Flebbe.

Update vom 23. Juli, 12.10 Uhr: Die Landesregierung meldet 52 neue Corona-Fälle in Niedersachsen. Damit beläuft sich die Zahl aller gemeldeten Infektionen in Niedersachsen auf 14.130 Personen. Besonders die Landkreise Vechta und Diepholz melden einen erhöhten Wert an Neuinfektionen. Vechta liegt mit 39,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen an der Spitze. Das liegt an den Corona-Fällen im Schlachthof in Lohne, viele Mitarbeiter wohnen im benachbarten Landkreis Diepholz. Dort liegt der Wert bei 21,2. Wenn die 7-Tagesinzidenz den Wert von 50 pro 100.000 Einwohner überschreitet, werden verstärkte Infektionsschutzmaßnahmen eingeleitet. In ganz Niedersachsen hat sich dieser Wert von 3 auf 3,3 erhöht.

Blick auf den Wiesenhof-Hähnchenschlachthof im niedersächsischen Lohne, in dem 66 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet wurden

Corona-Betrug in Niedersachsen: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Betrug mit Soforthilfe

Update vom 23. Juli, 9.40 Uhr: Niedersachsen – Die Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank) und andere niedersächsische Banken haben Strafanzeige gestellt, weil sie bei der Antragsstellung und der Auszahlung von Corona-Soforthilfe Auffälligkeiten festgestellt haben. Die „Neue Osnabrücker Zeitung“ beruft sich auf Informationen des Niedersächsischen Justizministeriums, nach denen bereits in rund 570 Fällen wegen Betrugsverdacht ermittelt wird. Die Schadenssumme solle sich auf fast 5,3 Millionen Euro belaufen. Davon sind Gelder des Bundes und des Landes betroffen.

Bezirksrichter in Hannover, Niedersachsen:Nds. Justizministerium
Adresse:Am Waterloopl. 1, 30169 Hannover
Telefon:0511 1205044
Behördenleitung: Justizministerin; Barbara Havliza
Gründung:1947
Tochterunternehmen:Notarkammer Braunschweig

Niedersachsens Staatsanwaltschaften ermitteln wegen Betrug bei Corona-Soforthilfe

Bei der Staatsanwaltschaft in Osnabrück gibt es aktuell 33 Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Betrug bei der Corona-Soforthilfe. Die entstandenen Schäden belaufen sich auf fast 370.000 Euro. In Aurich wird ebenfalls ermittelt, dort werden 22 Fälle untersucht, dreimal wurde Strafbefehl erlassen. Die Schadenssumme wird hier auf bis zu 30.000 Euro geschätzt. Die Strafen für Subventionsbetrug in Deutschland sind nicht gering. Bis zu fünf Jahre Freiheitsentzug sind möglich. Bereits im Mai ermittelte die Staatsanwaltschaft Oldenburg wegen 30 Fällen von Subventionsbetrug in Zusammenhang mit der Coronavirus-Soforthilfe.

Niedersachsens Staatsanwaltschaften ermitteln in Sachen Corona-Subventionsbetrug.

Landkreis-Vechta: Neue Corona-Tests beim Wiesenhof-Schlachthof in Lohne

Update vom 23. Juli, 6.30 Uhr: Nach der Infektionswelle im Hähnchenschlachthof Oldenburger Geflügelspezialisten in Lohne werden am Donnerstag weitere Tests durchgeführt. Mit den Ergebnissen ist am Wochenende zu rechnen. Rund 1.000 Mitarbeiter sollen laut NDR-Angaben getestet werden. In Lohne kam es am 19. Juli zu einem Coronavirus-Ausbruch, bei dem 66 Mitarbeiter positiv getestet wurden. Der Schlachtbetrieb wurde nicht eingestellt, da sich das Ausbruchsgeschehen auf ein Kartonage-Lager zurückführen ließ. Der Betrieb auf dem Schlachthof „Geestland Putenspezialitäten“ in Wildeshausen wurde hingegen für zwei Wochen komplett eingestellt. Dort gab es Ende Juni 46 positive Fälle bei 1183 Mitarbeiter-Tests. Inzwischen läuft Betrieb wieder.

Hohe Steuerverluste in Niedersachsen: Coronavirus sorgt für Einbußen im Haushalt

Update vom 22. Juli, 6.38 Uhr: Niedersachsen muss in der Coronavirus-Krise auf 1,2 Milliarden Euro Steuergelder verzichten. So hoch ist das Defizit im ersten Halbjahr 2020 laut dem niedersächsischen Finanzamt. Für das ganze Jahr 2020 rechnet das Land mit 3,4 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen. Dennoch versichert das Finanzamt, dass man mit den beiden Nachtragshaushalten Vorsorge für die Zukunft getroffen habe und flexibel auf neue Herausforderungen reagieren könne.

Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen überschreitet Grenze

Update vom 21. Juli, 8.30 Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen hat in Niedersachsen die Grenze von 14.000 überschritten. Nach Angaben des niedersächsischen Gesundheitsministeriums wurden dem Landesgesundheitsamt am Montag bis 9.00 Uhr 14 001 Fälle gemeldet. Davon seien insgesamt 12.970 Menschen genesen, was einer Quote von 92,6 Prozent entspricht. In Kliniken werden den Angaben zufolge derzeit 205 mit dem Virus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt. Die Zahl der an oder mit dem Virus Verstorbenen liegt bei 647.

Besonders stark stieg die aktuelle Infektionsrate im Kreis Vechta: In Lohne infizierten sich unter den Mitarbeitern des zur PHW-Gruppe (Wiesenhof) gehörenden Hähnchenschlachthofs Oldenburger Geflügelspezialitäten mindestens 66 Menschen mit dem Coronavirus. 35 von ihnen wohnen im Landkreis Vechta, 27 im Kreis Diepholz, zwei im Landkreis Osnabrück und jeweils eine Person im Landkreis Cloppenburg und in Delmenhorst. Im Landkreis Uelzen kam es zu einem Corona-Ausbruch mit 13 Fällen in mehreren Familien.

Dies ist die Fortsetzung des Coronavirus-Ticker für Niedersachsen von Juni und Juli 2020.

Rubriklistenbild: © Jan Woitas / picture alliance / dpa

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