Silvesterböller

Niedersachsen: Böller-Anschlag auf Blitzer – Anwohner beobachten Täter

Auf dem Bild ist ein Blitzer sowie Böller abgebildet. Ein Comic-Symbol deutet auf eine Explosion hin.
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Blitzer-Anschlag in Gifhorn: Mehrere miteinander verbundene Böller verursachten eine Explosion.

Sind die Täter etwa zu schnell gefahren? Ein Böller-Anschlag auf einen Blitzer sorgt in Gifhorn für Aufregung. Jetzt sucht die Polizei nach Zeugen.

Gifhorn – Es war 0.30 Uhr, als Anwohner der Straße Im Meinecken Sohl in Gifhorn (Niedersachsen) zusammenzuckten. Ein lauter Knall unterbrach die Nachtruhe von Donnerstag auf Freitag. Sofort rannten die Anwohner auf die Straße. Sie waren sich sicher, irgendwas musste auf der nahegelegenen Christinenstiftkreuzung vorgefallen sein. Ein beschädigter Blitzer brachte Licht ins Dunkel. Das Ausmaß der Verwüstung deutete auf eine heftige Explosion hin. Jetzt ermittelt die Polizei.

Stadt:Gifhorn
Bundesland:Niedersachsen
Fläche:104,9 km²
Einwohner:175.920 (Stand: 2019)

Blitzer in Gifhorn frisch installiert: Silvesterböller lösen Explosion aus

Erst vor Kurzem ist die neue Blitzersäule an der Christinenstiftkreuzung in Gifhorn installiert worden, die die Autofahrer an der Bundesstraße 188 maßregeln sollte. Scheinbar ein gefundenes Fressen, dachten sich wohl die bislang unbekannten Täter im Zuge ihrer mutwilligen Krawall-Aktion. So übten sie in der Nacht zu Freitag, 19. März, einen Sprengstoff-Anschlag auf genau diesen Blitzer aus. Ihr Sprengmittel: mehrere miteinander verbundene Silvesterböller.

Größeren Schaden konnten die Täter allerdings nicht anrichten. Auch wenn die Plastikabdeckung an der Rückseite der Blitzersäule zerstört wurde, ist die Messanlage nach ersten Erkenntnissen weiterhin funktionstüchtig, heißt es aus Gifhorn. Für Aufregung sorgt ebenfalls ein besonderer Blitzer an der B6, berichtet kreiszeitung.de*.

Niedersachsen: Nach Böller-Anschlag – Polizei Gifhorn sucht weitere Zeugen

Mehr als einen lauten Knall konnten die Zeugen nicht wahrnehmen. Als sie aus dem Fenster schauten, starteten die zwei Täter bereits ihren Fluchtversuch. Die Tatverdächtigen, die laut Beschreibungen 1,75 bis 1,80 Meter groß und 20 bis 30 Jahre alt sein sollen, verließen schnellen Schrittes die Bundesstraße und machten sich in Richtung Meinecken Sohl aus dem Staub. Ein Täter fiel besonders durch seine dicke schwarze Winter-/Daunenjacke mit Kapuze über dem Kopf auf. Bei seinem Komplizen blieben den Zeugen insbesondere seine blonden Haare in Erinnerung.

Eine sofort eingeleitete Fahndung nach den Tatverdächtigen verlief zunächst erfolglos. Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Tatverlauf geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei Gifhorn unter der Telefonnummer 05371/9800 zu melden. * nordbuzz.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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