Kindesmisshandlung bei Hannover

Tochter ist zu schlecht in der Schule - Mutter ergreift krasse Maßnahmen

+
Ein Mädchen soll von ihrer Mutter in Burgwedel bei Hannover in einen Käfig gesperrt und mit einem Elektrohalsband gequält worden sein (Symbolfoto)

Eine Hundezüchterin aus Burgwedel bei Hannover soll die Tochter bei schlechten Noten in einen Käfig gesperrt haben. Doch die Frau aus Niedersachsen ging weiter.

  • Eine Hundezüchterin aus Burgwedel bei Hannover soll ihre eigene Tochter misshandelt haben
  • Die 44-jährige Mutter soll das sechsjährige Mädchen in einen Tierkäfig gesperrt haben
  • Außerdem quälte die Mutter ihr Kind in Niedersachsen mit einem Elektrohalsband

Burgwedel/Hannover - Eine 44-jährige Frau soll ihre eigene Tochter auf übelste Art und Weise misshandelt haben. Die Staatsanwaltschaft Hannover wirft der Hundezüchterin vor, das zum damaligen Zeitpunkt sechs Jahre alte Mädchen in einen Tierkäfig eingesperrt zu haben. Darüber hinaus soll die in Burgwedel bei Hannover lebende Mutter ihrem Kind ein Elektrohalsband angelegt haben, um sie mit Stromstößen zu quälen. Über die unfassbare Kindesmisshandlung in Niedersachsen berichtet nordbuzz.de*.

Hannover: Mutter bestraft eigenes Kind nach schlechten Schulnoten in Niedersachsen

In Burgwedel bei Hannover soll sich eine unfassbare Geschichte zugetragen haben. Demnach soll eine 44-jährige Hundezüchterin aus Niedersachsen ihre älteste Tochter (heute neun Jahre alt) immer wieder in einem Tierkäfig gehalten und mit einem Elektrohalsband gequält haben. Das wird der Mutter von der Staatsanwaltschaft Hannover vorgeworfen, die nun Anklage wegen der Misshandlung von Schutzbefohlenen erhoben hat.

Nach Behördenangaben hatte die Misshandlung der eigenen Tochter im August 2016 begonnen. Doch erst nach einem Jahr vertraute sich das damals sechs Jahre alte Mädchen aus Niedersachsen einer Therapeutin gegenüber an - und erzählte von den schockierenden Maßnahmen der Mutter. Das LKA Niedersachsen sucht zudem nach einem Kinderschänder aus Göttingen, der Kinder schwer missbraucht haben soll.

Burgwedel bei Hannover: 44-jährige Hundezüchterin misshandelt eigene Tochter

Den Angaben nach habe die 44-jährige Mutter aus Burgwedel bei Hannover ihre damals sechsjährige Tochter immer dann in einen Tierkäfig eingesperrt, wenn das kleine Mädchen sich unerwünscht Verhalten oder schlechte Schulleistungen erbracht habe. Dann sei die Tochter teilweise über Stunden in dem Käfig gehalten worden, manchmal auch über Nacht. 

„Weil die Tochter immer wieder aus der Box flüchtete, soll die Mutter den Käfig mit Kabelbinder und Vorhängeschloss gesichert haben“, so Thomas Klinge, Sprecher der Staatsanwaltschaft gegenüber der Bild. Die 44-jährige Mutter bestritt gegenüber der Kripo derweil die Quälerei. Nun wird sich die Hundezüchterin aus N iedersachsen, die zudem noch eine weitere, heute vier Jahre alte Tochter hat, vor Gericht verantworten müssen. Die beiden Töchter sollen dagegen bei Pflegeeltern untergebracht worden sein.

Burgwedel bei Hannover: Mutter sperrte Tochter in Niedersachsen zur Strafe in Käfig ein

Der 44-jährigen Hundezüchterin aus Niedersachsen droht indes eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren. Unter Abschnitt eins des Strafgesetzbuchs heißt es: „Wer eine Person unter achtzehn Jahren (...) quält oder roh misshandelt, (...) wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft.“ Sollte das Gericht die Mutter aus Burgwedel bei Hannover für schuldig befinden, könnte die Freiheitsstrafe auch mindestens ein Jahr bedeuten. Das wäre der Fall, wenn „der Täter die schutzbefohlene Person durch die Tat in die Gefahr einer erheblichen Schädigung der körperlichen und seelischen Entwicklung bringt“ (§ 225 Abs. 17 Variante StGB).

Kindesmisshandlung in Burgwedel bei Hannover kein Einzelfall in Deutschland

So unfassbar die mutmaßliche Kindesmisshandlung in Burgwedel bei Hannover auch klingt, in Deutschland sind derartige Vorfälle keine Einzelfälle. Im Jahr 2018 verzeichnete die polizeiliche Kriminalstatistik bei 4180 Kindern eine Misshandlung, im Vergleich zum Jahr 2017 (4247 Fälle) ist das ein leichter Rückgang.

Die Dunkelziffer, also die Anzahl der Fälle, die nicht an die Öffentlichkeit gelangen, dürfte allerdings noch einmal ein gutes Stück höher liegen. Im Jahr 2018 kamen zudem 136 Kinder unter 18 Jahren gewaltsam ums Leben, fast 80 Prozent waren dabei jünger als sechs Jahre, so der Kinderschutz Niedersachsen.

Nag

*nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion