Drehscheibe und Mittelpunkt

Mit Wasserstoff soll Niedersachsen fit werden für die Energiewende

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Die Wasserstoffwirtschaft soll in Niedersachsen mehr gefördert werden.

Wasserstoff als zukunftsicherer und ökologischer Energieträger soll in Niedersachsen ein Zuhause bekommen, das über die Grenzen des Bundeslandes hinaus Wirkung haben. Das ist das Ziel von Umweltminister Olaf Lies.

Hannover - Bei der Förderung von Wasserstoff als Energieträger soll Niedersachsen nach Vorstellung von Umweltminister Olaf Lies eine führende Rolle einnehmen. „Wir wollen Niedersachsen zu Drehscheibe und Mittelpunkt der zukünftigen Wasserstoffwirtschaft machen“, teilte der SPD-Politiker am Donnerstag mit.

Hintergrund ist, dass der Bund drei Projekte für „Reallabore der Energiewende“ in Niedersachsen fördert, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag bekanntgab. Insgesamt sind in Deutschland rund 20 solcher Einrichtungen für CO2-arme Zukunftstechnologien geplant. Rund 100 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung. Ein zu hoher Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) ist schädlich für das Klima.

Wasserstoff soll in Niedersachsen etabliert werden

Das Umweltministerium in Hannover teilte mit, Wasserstoff solle im nächsten Jahrzehnt neben Strom als zweiter Energieträger einer klimaneutralen Energieversorgung etabliert werden. Niedersachsen biete dafür mit seiner starken Windenergie „hervorragende Rahmenbedingungen“. Denn der Wasserstoff soll aus Ökostrom gewonnen werden: Bereits im März hatte Lies angekündigt, dass bis 2022 in Niedersachsen eine entsprechende Pilotanlage entstehen soll. Werde sogenannter „grüner Wasserstoff“ ins Gasnetz eingespeist, könnten zudem die Emissionen der Gasheizungsversorgung verringert werden.

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dpa/lni

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