Anzeige in Gifhorn

Corona-Chaos: Risikopatient mit AstraZeneca statt Biontech geimpft

Ein Gifhorner Risikopatient soll ungewollt statt mit Biontech mit dem AstraZeneca-Impfstoff geimpft worden sein. Der Mann erstattet Anzeige gegen Leitenden Arzt.

Gifhorn (Niedersachsen) – Dickes Ding in Niedersachsen: Wie die Wolfsburger Allgemeine berichtet, soll ein 52-jähriger Mann aus Gifhorn gegen seinen Willen mit dem Impfstoff von AstraZeneca gegen Corona geimpft worden sein. Aufgrund seiner Lungenerkrankung COPD und weiterer Einschränkungen sei für ihn eigentlich das Vakzin von Pfizer und Biontech vorgesehen, berichtet das Blatt. Das hätten auch alle Ärzte für ihn so geplant.

Coronavirus in Zahlen im Land Niedersachsen:Stand: 8. April, 9:00 Uhr. Quelle: Niedersächsische Staatskanzlei
Coronafälle insgesamt:20.5879 (+1721 innerhalb von 24 Stunden)
Genesene Personen:18.2631 (+1.876)
Gestorbene mit Corona-Infektionen:4.980 (+30)
7-Tage-Inzidenz:84,9

Mit dem Impfstoff von AstraZeneca gegen Corona geimpft: Bescheinigung lautete auf Biontech

Aber als der 52-Jährige am Mittwoch, 31. März 2021, zu seinem Termin im Impfzentrum in der Gifhorner Stadthalle erscheint, ist plötzlich alles anders. Noch mit der Bescheinigung seines Hausarztes in der Hand, mit dem Vakzin von Biontech geimpft zu werden, wird er nach eigenen Angaben plötzlich zur Anmeldung mit dem Impfstoff von AstraZeneca geschickt.

Eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca wird aufgezogen.

Sein Hinweis, dass der Impfstoff von AstraZeneca nicht für ihn geeignet sei und dies sowohl die Ständige Impfkommission als auch sein Hausarzt so sähen, sei zunächst Ernst genommen worden. Im Aufklärungsgespräch mit einem Arzt im Gifhorner Impfzentrum habe ihm dann auch der Mediziner noch bescheinigt, dass er den Biontech-Impfstoff erhalten solle. Denn, eigentlich gilt auch in Niedersachsen, dass der Impfstoff von AstraZeneca nur noch über 60-Jährigen gegeben werden soll, berichtet kreiszeitung.de*.

Mit AstraZeneca geimpft: Einwilligung aus Sorge um Gesundheit

In das Aufklärungsgespräch soll sich dann allerdings der Leitende Arzt des Impfzentrums eingemischt haben, der wiederum darauf bestanden haben soll, den 52-Jährigen mit AstraZeneca zu impfen. Die Alternative wäre ein neuer Impftermin gewesen, beteuert der Gifhorner im Gespräch mit der Zeitung. Da sich der Mann sehr um seine Gesundheit sorgte, habe er schließlich der Impfung mit dem Vakzin von AstraZeneca zugestimmt. Er gehe so gut wie nie aus dem Haus, weil er Angst habe, sich anzustecken, sagte er der Zeitung.

Vorgenommen worden sein soll die Impfung im Impfzentrum des Landkreises Gifhorn. Der Landkreis als Betreiber wollte sich nicht weiter zu den Vorkommnissen äußern und verwies auf ein laufendes Verfahren. Wie der NDR berichtet, soll sich die Anzeige gegen den Leitenden Arzt des Impfzentrums richten. 24hamburg.de* berichtet von den Gefahren, die von dem Impfstoff des Herstellers AstraZeneca ausgehen. * nordbuzz.de, 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Matthias Bein

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