Ergebnis eindeutig

Doch kein Coronavirus: Aller-Weser-Klinik kann Entwarnung geben

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Der Landkreis Verden hat seinen ersten Coronavirus-Verdachtsfall.

Am Ende haben erst die Laborergebnisse Gewissheit gebracht. Nach einem Coronavirus-Verdachtsfall in Achim bei Bremen hat die Klinik nun Entwarnung geben können.

  • Coronavirus-Verdacht in Achim bei Bremen
  • Aller-Weser-Klinik in Achim bei Bremen isoliert Frau nach Verdacht
  • Entwarnung nach Laboruntersuchung

Update, 4. Februar: Der anfängliche Verdacht einer Infektion mit dem Coronavirus in der Aller-Weser-Klinik in Achim bei Bremen hat sich nicht bestätigt. „Ich freue mich, mitteilen zu können, dass bei der Patientin keine Coronavirus-Infektion nachgewiesen wurde“, teilt Geschäftsführerin Marianne Baehr mit. Vielmehr habe sich gezeigt, dass eine Infektion mit Influenza-Viren vorliegt. Die Untersuchungen hätten dies eindeutig bestätigt. Der Patientin gehe es zwischenzeitlich besser. „Sowohl die Patientin als auch die Mitarbeiter sind sehr erleichtert“, so Baehr.

Aller-Weser-Klinik in Achim: Coronavirus-Verdachtsfall

Erstmeldung, 3. Februar: Einen ersten Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion gibt es jetzt in der Aller-Weser-Klinik in Achim (Landkreis Verden) bei Bremen. Wie Geschäftsführerin Marianne Baehr mitteilt, befindet sich seit Sonntag eine junge Patientin zur Abklärung stationär in der Klinik.

Frau meldet sich mit Fieber: Verdacht auf Infektion

„Obwohl die Patientin nicht die Kriterien des Robert-Koch-Instituts (RKI) für einen harten Verdachtsfall erfüllt, wird sie vorsorglich isoliert“, so Baehr. Die Frau hatte sich nach ihrer Urlaubsrückkehr aus Dubai mit Fieber im Krankenhaus Achim bei Bremen gemeldet. „Wir haben sie entsprechend der Vorgaben des RKI isoliert. Die Mund-, Nasen- und Rachenabstriche werden derzeit im Labor untersucht“, berichtet der behandelnde Chefarzt Dr. Lothar Gawlik.

Die Patientin weise grippeartige Symptome auf, und da sie möglicherweise Kontakt zu Coronavirus-Erkrankten während ihrer Reise hatte, werden diese Maßnahmen auch in enger Kooperation mit dem Gesundheitsamt Verden bei Bremen prophylaktisch umgesetzt. Eine Lebensgefahr bestehe derzeit nicht, berichtet kreiszeitung.de*.

Gute Handhygiene schützt vor Coronavirus-Infektion

Der Ärztliche Direktor und Vorsitzende der Hygienekommission Achim und Verden, Dr. Peter Ahrens, betont, dass es sich bisher nur um die Abklärung eines Verdachts einer Infektion mit dem Coronavirus handelt. 

Wie auch andere Fachleute weist er auf die derzeit als gefährlicher einzustufende virale Grippeinfektion, die Influenza, hin. Als Schutz sowohl vor der Influenza als auch vor einer Coronavirus-Infektion gilt: Gute Händehygiene, das heißt gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife und keine Begrüßung per Handschlag. Niesen und Husten sollten in ein Taschentuch oder in die Armbeuge erfolgen.

Steigende Zahl von Virus-Erkrankungen in Deutschland

In Deutschland gibt es momentan zehn bestätigte Coronavirus-Fälle (Stand: 3. Februar). In Göttingen ist zuletzt bei einem Fall Entwarnung gegeben.

Auch aus Bremen und Bremerhaven sind mögliche Coronavirus-Infektionen gemeldet worden. Nach ausführlichen Laboruntersuchungen sind die Verdachtsfälle nicht bestätigt worden. So war eine Frau aus Bremen, die als Touristin in China unterwegs war, mit grippeähnlichen Symptomen in das Klinikum Bremen-Mitte gekommen. Letztendlich bestätigte sich der Verdacht nicht.

*kreiszeitung.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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