Corona-Pandemie

Nächtliche Ausgangssperre: In Delmenhorst herrscht zu hoher Inzidenzwert

Nächtliche Ausgangssperre in Delmenhorst: Hintergrund sind die hohen Infektionszahlen im Zuge der Corona-Pandemie. Die Regelung gilt bis 3. Mai 2021.

Delmenhorst (Niedersachsen) – Das Zögern hat ein Ende! Nach langem Hin und Her ist es in Delmenhorst jetzt so weit. Wegen zu hoher Corona-Infektionszahlen verhängt Delmenhorsts Oberbürgermeister Axel Jahnz (SPD) ab Dienstagabend, 20. April 2021, eine nächtliche Ausgangssperre. Das berichtet die Stadt in einer Pressemitteilung. Die Regelung soll vorerst bis einschließlich 3. Mai 2021 um Mitternacht gelten. Hintergrund ist das derzeit hohe Infektionsgeschehen, das sich diffus im Stadtgebiet entwickelt und weitere Maßnahmen erforderlich macht.

Stadt in Niedersachsen:Delmenhorst
Fläche:62,36 Quadratkilometer
Einwohner:77.559 (Stand: 31. Dezember 2019)
Vorwahl:04221
Bürgermeister:Axel Jahnz (SPD)

Nächtliche Ausgangssperre in Delmenhorst: Regelung gilt ab Dienstagnacht

Die Regelung gilt zwischen 21:00 Uhr und 05:00 Uhr, so die Stadt. Die aktuell gültige Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen schreibt eine Verschärfung der Maßnahmen bei einer 7-Tages-Inzidenz von dauerhaft mehr als 150 vor.

Die Stadt Delmenhorst verhängt ab Dienstag eine Ausgangssperre. Das teilt die Pressestelle von Oberbürgermeister Axel Jahnz in einem Pressebericht mit. Sie gilt von 21:00 Uhr bis 05:00 Uhr.

Delmenhorst, seit dem 5. April 2021 eine sogenannte Hochinzidenzkommune, hatte bereits am vergangenen Samstag, 17. April 2021, Ausgangsbeschränkungen angekündigt, sofern Sonntag und Montag die Inzidenz nicht unter 150 sinke. Dies ist nicht geschehen. Am Montag, 19. April 2021, lag der Inzidenzwert bei 188,2. „Wir bedauern, dass wir jetzt zu dieser Maßnahme gezwungen sind“, sagte Corona-Krisenstabsleiter Rudolf Mattern.

Ausgangssperre in Delmenhorst: Ausnahmen sind nur bei triftigen Gründen erlaubt:

  • Wahrnehmung einer beruflichen Tätigkeit
  • Ausübung einer Tätigkeit zur Gefahrenabwehr
  • Inanspruchnahme medizinischer, psychosozialer oder veterinärmedizinischer Behandlungen
  • Besuch von Gottesdiensten und ähnlichen religiösen Veranstaltungen
  • Besuch von nahen Angehörigen, wenn diese von Behinderung betroffen oder pflegebedürftig sind
  • Unterstützung Hilfsbedürftiger
  • Versorgung von Tieren
  • Begleitung Sterbender

Im Falle einer Kontrolle durch die Polizei oder die Ordnungsbehörde sind die triftigen Gründe glaubhaft zu machen.

Erlaubt bleibt es, sich im Außenbereich eines bewohnten Grundstücks aufzuhalten, wenn dieser ausschließlich zu der jeweils bewohnten Wohnung gehört. Nicht verboten ist außerdem der Aufenthalt in einer anderen als der eigenen Wohnung. Jedenfalls, solange der Aufenthalt in dieser Wohnung nicht zu einem Verstoß gegen die Vorschriften der niedersächsischen Corona-Verordnung, insbesondere gegen die geltenden Regelungen zur Kontaktbeschränkung, führt.

Reisen innerhalb des Delmenhorster Stadtgebiets und tagestouristische Ausflüge stellen keine triftigen Gründe dar. Auch in den Kreisen Vechta und Gifhorn gelten wegen hoher Infektionszahlen derzeit Ausgangsbeschränkungen*. * nordbuzz.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sina Schuldt/dpa, Holger Hollemann/dpa und Fabian Strauch/dpa

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