9750 Impfdosen zum Start

Coronavirus-Impfungen in Niedersachsen: Auch Bentheim, Stadt Osnabrück und Nienburg startklar

Das Corona-Impfen ist in Niedersachsen gestartet. Bereits bis Jahresende sollen nach Möglichkeit in allen Landkreisen die Bewohner von Altenheimen geimpft sein.

  • Ersten Marge für Niedersachsen umfasst 9.750 Impfdosen.
  • Gesundheitsministerin Carola Reimann rechnet mit der Zulassung weiterer Impfstoffe.
  • Bremen bekommt dieses Jahr ungefähr 5.000 Impfdosen.

Update vom 28. Dezember: Nach dem Start der ersten Impfungen gegen Covid-19 in den Kreisen Osnabrück und Cloppenburg sollen in den kommenden Tagen drei weitere Regionen in Niedersachsen folgen. Die Grafschaft Bentheim solle im Laufe des Montags 1000 Impfdosen erhalten und am Folgetag könnten die Impfungen starten, teilte das Gesundheitsministerium in Hannover mit. Der Landkreis Nienburg und die Stadt Osnabrück hätten signalisiert, dass sie am Mittwoch beginnen können - sie sollen einen Tag vorher mit rund 1000 Dosen beliefert werden. Nach Angaben des Landkreises Grafschaft Bentheim sollen am Dienstagvormittag zwei mobile Impfteams Bewohner und Personal einer Altenpflege-Einrichtung in Nordhorn impfen.

Niedersachsen konzentriert dem Ministerium zufolge zu Beginn der Kampagne alle Ressourcen auf den Einsatz von mobilen Impfteams in Alten- und Pflegeheimen. Die 50 Impfzentren sollen erst im Laufe des Januars ihren Betrieb aufnehmen. „Aus diesem Grund ist es für Bürgerinnen und Bürger zum jetzigen Zeitpunkt auch noch nicht möglich, einen Impftermin über die Impfhotline des Landes zu vereinbaren“, sagte ein Sprecher.

Das Land hat in einer ersten Lieferung 10.000 Impfdosen erhalten. Im Laufe des Montags soll eine weitere Lieferung mit rund 53.000 Impfdosen ankommen. „Damit sind wir ab Dienstag in der Lage, jeden Landkreis und jede kreisfreie Stadt mit dem Impfstoff zu beliefern, der uns signalisiert, dass vor Ort alles für die Impfung in den besonders gefährdeten Einrichtungen bereit ist“, wird der Leiter des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Heiger Scholz, in der Mitteilung des Gesundheitsministeriums zitiert.

Seit Sonntag werden die ersten Niedersachsen in den Landkreisen Cloppenburg und Osnabrück, in denen es besonders viele Infektionen gegeben hatte, gegen Covid-19 geimpft. Am ersten Tag erhielten in den beiden Kreisen insgesamt 334 Menschen eine Impfung.

Update vom 27. Dezember: Niedersachsen startet am Sonntag in einer Pflegeeinrichtung in Bad Rothenfelde bei Osnabrück die Impfungen gegen das Corona-Virus. Ministerpräsident Stephan Weil und Gesundheitsministerin Carola Reimann (beide SPD) begleiten den Einsatz eines mobilen Corona-Impfteams. Zum Impfstart sollen zunächst Alten- und Pflegeheime in den besonders stark von Corona betroffenen Regionen Osnabrück und Cloppenburg versorgt werden. Die erste Impfstoff-Lieferung umfasst 9.750 Impfdosen und reicht für knapp 5.000 Menschen, da für vollständigen Impfschutz eine Zweifachimpfung erforderlich ist.

Auch in Bremen beginnen am Sonntag die Corona-Schutzimpfungen. Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD), Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) und Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) sind bei dem ersten Einsatz eines mobilen Impfteams in einer Senioreneinrichtung im Bremer Stadtteil Findorff vor Ort. (epd)

Ursprungsartikel vom 22. Dezember: Die Corona-Impfungen sollen in Niedersachsen am 27. Dezember in den Landkreisen Osnabrück und Cloppenburg beginnen. Zu Weihnachten werden mit einer ersten Marge 9.750 Impfdosen an die Impfzentren in Osnabrück und Cloppenburg geliefert, kündigte Gesundheitsstaatssekretär Heiger Scholz in Hannover am Dienstag an. Damit könnten zu Beginn knapp 5000 Bewohner von Pflegeheimen geimpft werden, da eine Zweifachimpfung erforderlich sei. Bis Ende des Jahres wird Niedersachsen voraussichtlich weitere 117.000 Impfdosen des Herstellers Biontech/Pfizer erhalten.

Coronafälle in Niedersachsen96.565 (Stand 22.12.)
Veränderung zum Vortag+1185
7-Tagesinzidenz118
Gestorben1693

Zunächst sollen bis Jahresende in Niedersachsen die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen in sämtlichen Landkreisen durch mobile Teams geimpft werden, die dafür in die Heime kommen. Die Bewohner werden vom Heimpersonal über die Impfmöglichkeit informiert, Betreuer und Angehörige wurden gebeten, sich um gegebenenfalls erforderliche Einwilligungen zu kümmern. Die Landkreise kommen dabei möglichst nach dem Grad ihrer Betroffenheit von der Infektionswelle an die Reihe.

Erwartet wird laut Heiger Scholz, der auch den Corona-Krisenstab der Landesregierung leitet, dass der Impfstoff am 26. Dezember in einem deutschen Zentrallager eintrifft. Von dort wird er in die Impfzentren transportiert, wobei die erste Lieferung am 27. Dezember in den Zentren in den Kreisen Osnabrück und Cloppenburg erwartet wird. Die Impfzentren selber sollen erst Anfang kommenden Jahres in Betrieb gehen.

Schneller, weiter, Impfstoff: In nie dagewesenem Tempo und mit beispielloser finanzieller Unterstützung durch die Politik werden Vakzine gegen Corona entwickelt und zugelassen.

Wöchentlich sollen ab Januar 63.375 Dosen des Impfstoffs in Niedersachsen eintreffen - bis Ende März rund eine Million. „In Niedersachsen zählen zu der ersten Priorisierungsgruppe etwa 800.000 Menschen. Es ist daher entscheidend, dass die Impfzentren regelmäßig weitere Lieferungen des Impfstoffes erhalten», sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD). „Dann können wir hoffentlich sehr schnell die besonders gefährdeten Personen impfen.“

Geplant ist, im Laufe des Januars alle Impfwilligen im Alter von über 80 Jahren mit einer Impfung zu versorgen. Noch unklar ist, wie Heiger Scholz sagte, wie diese Personengruppe gezielt und aktiv auf die Impfmöglichkeit angesprochen werden kann. Auf die Daten der Meldebehörden können die Gesundheitsämter dafür bisher nicht zugreifen. Möglicherweise will man sich der Hilfe der Hausärzte bedienen.

Niedersachsen: Impfkampagne mit deutlich weniger Impfstoff

Ursprünglich war in Deutschland und in Niedersachsen zum Start der Impfkampagne mit deutlich mehr verfügbarem Impfstoff gerechnet worden. Wie Staatssekretär Heiger Scholz sagte, hätten Produktionsschwierigkeiten nun zu Beginn zu einer geringeren Menge geführt

Im ersten Quartal 2021 rechnet Gesundheitsministerin Carola Reimann mit der Zulassung weiterer Impfstoffe, die auch bei Kühlschrank-Temperaturen zu handhaben sind. Diese können dann neben den Impfzentren und mobilen Teams auch von den niedergelassenen Ärzten verimpft werden. „Wenn solch ein Impfstoff erst mal verfügbar ist, erreichen wir relativ schnell eine sehr viel höhere Impfleistung“, sagte Carola Reimann. „Wenn erst einmal genügend Impfstoff da ist, können wir bis Herbst 2021 vielen Niedersachsen einen wirksamen Schutz gegen das Coronavirus geben.“ Man werde dann ganz anders in den nächsten Winter gehen können. „Ich rechne Ende des kommenden Sommers mit einer deutlich besseren Situation.“ dpa

In Bremen sollen am 27. Dezember die ersten Teams in Pflegeheime gehen und dort anfangen zu impfen. Das hat Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Die Linke) am Dienstagmorgen bei Bremen Eins bekräftigt. Am 28. Dezember sollen dann auch die Impfzentren ihre Arbeit aufnehmen. Es werde laut der Senatorin dauern, bis alle im Land Bremen geimpft sind. Denn die Anzahl der Impfdosen, die zunächst zur Verfügung stehen, sei überschaubar, sagte Claudia Bernhard. Bremen verfügt demnach über zunächst ungefähr 5.000 Impfdosen. Im Laufe des Januar rechnet die Gesundheitsbehörde dann mit bis zu 40.000 weiteren Dosen. Ein Fünftel dieser Lieferung geht nach Bremerhaven. 

Rubriklistenbild: © ROBIN UTRECHT/dpa

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