Evakuierung

Bombe in Hannover: 3800 Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen

Nachdem in Hannover eine Bombe gefunden wurde, müssen 3800 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Die großangelegte Evakuierung soll bis zum Abend des 19. März dauern.

Hannover – Eine Weltkriegsbombe bringt am Freitag, 19. März 2021, einen ganzen Stadtteil in Aufruhr. Circa 3800 Menschen müssen in Hannover ihre Wohnungen verlassen. Die britische Fliegerbombe, die aus Zeiten des Zweiten Weltkriegs stammt, wurde am 18. März 2021 auf einer Baustelle entdeckt. Seit dem Bomben-Fund wurden Vorbereitungen zu ihrer Beseitigung getroffen. Die große Gefahr: Es könnten sich weitere Blindgänger in dem betroffenen Gebiet befinden.

Stadt:Hannover
Bundesland:Niedersachsen
Einwohner:\t536.925 (Stand: 2019)
Fläche:\t204,14 km²
Bürgermeister:\tBelit Onay (Bündnis 90/Die Grünen)

Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden – Anwohner müssen seit 16:30 Uhr ihre Wohnungen verlassen

Ob tatsächlich eine Evakuierung der Anwohner notwendig sei, war lange unklar. Doch nun ist es amtlich: Am Nachmittag des 19. März wird das entsprechende Gebiet vollständig evakuiert. Die Feuerwehr ruft alle Anwohner des betroffenen Gebietes auf, den Sicherheitsbereich ab 16:30 Uhr zu verlassen! Eine Fünf-Zehnter-Bombe sowie mutmaßlich vier weitere Blindgänger werden fortan beseitigt. Aktuell ist davon auszugehen, dass die Anwohner am Abend in ihre Wohnungen zurückkehren können.

Für Anwohner wurde eine Karte mit dem Evaluierungsbereich sowie eine Liste mit den Straßen, die zur Bomben-Entschärfung verlassen werden müssen, veröffentlicht. Über 50 Straßen sind von der großräumigen Evakuierung betroffen, genauso wie Bahnlinien des Umlands.

Gefunden hat die Feuerwehr in Hannover (Niedersachsen) die Bombe in einem Gebiet, welches von der Güterbahnstrecke im Norden, der Anderter Straße im Osten, der Hartmannstraße im Süden und einer Kleingartensiedlung in der Stahlstraße im Westen eingegrenzt wird. In direkter Umgebung liegt zudem das Möbelhaus 3-2-1-0-Deins.

Nach dem Fund einer Bombe müssen 3800 Hannoveraner evakuiert werden. (Symbolbild)

Hannover: Corona erschwert die Evakuierung – Anwohner können Betreuungsstellen aufsuchen

Die Corona-Pandemie erschwert die flächendeckende Bomben-Entschärfung und stellt die Evakuierung des Gebiets vor besondere Herausforderungen. So mussten im Vorfeld Personen, die sich aktuell in häuslicher Quarantäne aufhalten, zunächst identifiziert und später coronagerecht transportiert und unterbracht werden.

Anwohner, die im betroffenen Areal östlich des Mittellandkanals leben, können während die Evakuierung läuft, Unterschlupf und Betreuung in den Sporthallen des Schulzentrums Misburg finden. Betroffene, die westlich des Mittellandkanals wohnen, können die Pestalozzischule aufsuchen, in dessen Sporthalle eine Betreuungsstelle vorzufinden sein wird.

Busverbindungen, die Halt in der Gollstraße, Hartmannstraße, Portlandstraße und an der Betreuungsstelle des Sportzentrums Misburgs machen, bringen Anwohner kostenlos zu den gewünschten Betreuungsstellen. Menschen mit Gehbehinderung können unter der Rufnummer 19222 einen Transport anfordern. Außerdem wurde ein Bürgertelefon eingerichtet – zu erreichen unter der Rufnummer (0800) 7313131. Sämtliche Informationen zur großräumigen Evakuierung erhalten die Bewohner des Stadtteils hier – bis sie gegen Abend dann endlich wieder ihre Wohnungen aufsuchen können.

Rubriklistenbild: © Hendrik Schmidt/dpa

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