Herbst

Welche Sträucher und Hecken müssen jetzt geschnitten werden?

Viele Sträucher und Hecken brauchen im Herbst einen Rückschnitt, damit sie im nächsten Frühjahr wieder schön austreiben können. Aber welche sind betroffen?

Ein Garten voller gepflegter Sträucher und Hecken macht viel Arbeit. Doch Hobbygärtner nehmen diesen Aufwand gerne auf sich, um dafür im Frühjahr* mit tollen Blüten überrascht zu werden. Damit das klappt, brauchen viele Sträucher und Hecken im Herbst nach der Blüte jedoch einen ordentlichen Schnitt. Außerdem verhindern Sie so, dass Äste und Zweige bei schwerem Schneefall unter der Last brechen. Welche Pflanzen das betrifft und was Sie beachten müssen, erfahren Sie hier.

Sträucher und Hecken im Herbst schneiden: Diese haben den Schnitt dringend nötig

Bei all den Gartenarbeiten und Pflanzen verliert man schnell den Überblick. Nicht jeder Strauch oder jede Hecke braucht nämlich einen Rückschnitt oder Pflege-Schnitt. Für folgende Pflanzen sollten Sie jedoch Ihr Gartenwerkzeug bereithalten:

  • Ziersträucher (z.B. Rosen, Oleander, Weiglie, Schmetterlingsflieder)
  • Beerensträucher (z.B. Brombeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren)
  • Zierbäume (z.B. Kugel-Ahron)
  • Hecken (z.B. Buchsbaum, Feuerdorn, Lorbeerkirsche)
  • Kletterpflanzen (z.B. Waldrebe, Echtes Geißblatt)

Ab wann dürfen Sträucher zurückgeschnitten werden?

Bevor Sie die Gartenschere auspacken, sollten Sie noch einmal einen Blick in den Kalender werfen. Das Bundesnaturschutzgesetz erlaubt starke Eingriffe in altes Holz sowie radikale Rückschnitte bis kurz über dem Boden nur zwischen dem 1. Oktober und dem 28./29. Februar. Leichte Pflege- und Formschnitte sind jedoch ganzjährig erlaubt.

Richtig zuschneiden

Jede Pflanze braucht einen individuellen Schnitt, um im Frühjahr wieder schön austreiben zu können. Das Praxishandbuch „Pflanzenschnitt“ (werblicher Link) liefert Ihnen zahlreiche Anleitungen.

Auch interessant: Dieses entscheidende Detail müssen Sie beim Schneiden von Hortensien beachten.

Welche Pflanzen sollte ich nicht zurückschneiden?

Wenn Sie im Herbst und Winter keine Lust auf kahle Beete haben, sollten Sie einige immergrüne Stauden nicht zurückschneiden: Die Bergenie sticht zum Beispiel spät im Jahr mit einer rötlichen Blattfärbung hervor und sorgt somit für einen Hingucker im Garten. Auch Schafgarbe, Geißbart, Sonnenhut oder Brandkraut lassen den Winter nicht ganz so karg wirken.

Aber auch das Tierreich freut sich, wenn Sie Wildgehölze seltener zurückstutzen, sodass sie Vögeln, Säugetieren und Insekten einen Unterschlupf bieten können. Generell halten es einzeln stehende Gehölze länger ohne einen Schnitt aus, da sie niemandem den Platz rauben und somit ihre ganze Schönheit in natürlicher Form ausbreiten können. In diesen Fällen reichen auch oft Pflegeschnitte aus. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Lesen Sie auch: So schneiden Sie Ihren Rhododendron richtig zurück.

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

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