Schmerzlich

Paar richtet Garten für knapp 25.000 Euro her - und muss jetzt wieder alles abreißen

Blumen blühen an einem Gartenzaun.
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Ein Gartenzaun wurde einer Familie zum Verhängnis.

„Ärgerlich“ ist wohl kein Ausdruck für das, was einer Familie widerfahren ist. Knapp 25.000 Euro gaben Sie für ihren Garten aus - und müssen nun alles abreißen.

  • Eine Familie in Schottland investierte knapp 25.000 Euro in ihren Garten*.
  • Die Mühe war jedoch umsonst - sie sollen alles wieder abreißen.
  • Die Gemeinde bemängelte eine Sache an dem Garten.

Adam und Barbara K. aus Livingston in Schottland hatten rechtzeitig zum Sommer die Arbeiten an ihrem Garten* beendet. Insgesamt investierte das Paar umgerechnet knapp 25.000 Euro in das angrenzende Grundstück, das sie für ihre vier Kinder erworben und hergerichtet hatten. Nun sollen sie es aber wieder in den Ursprungszustand zurückversetzen - in das karge Ödland, das es vorher war.

Familie investiert Tausende Euro in neuen Garten - alles umsonst

Die örtliche Gemeinde legte ihr Veto gegen den Zaun ein, der das 200 Quadratmeter große Grundstück umschließt. Dafür hätte das Paar eine Baugenehmigung gebraucht, die sie allerdings nicht beantragt hatten. Adam und Barbara K. waren schockiert: Ihr Anwalt hatte ihnen zuvor versichert, dass keine Baugenehmigung nötig sei: „Unser Anwalt hatte uns mitgeteilt, dass er sich schon mit zwei bei uns angrenzenden Grundstücken befasst hatte, die in erweiterte Gärten umgewandelt worden sind und dass unsere Nutzungsänderung dieselbe war. Deshalb würde es keine Baugenehmigung brauchen“, teilte Adam K. dem Online-Portal Daily Record mit.

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Kein zurück: Schottische Familie muss Garten wieder abreißen

Die ganze Angelegenheit sei für sie sehr belastend. „Wir haben jetzt drei Monate Zeit, den Zaun abzubauen, den alten Zaun wieder aufzustellen und das Grundstück in seinen ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen." Das Paar hatte auch an die schottische Regierung appelliert, doch diese stellte sich auf die Seite der Gemeinde.

Die Gemeinde selbst erklärt, dass die Nutzungsänderung und die Errichtung des Zaunes nicht unterstützt werde, weil aufgrund der Eingriffs in die Natur keine Baugenehmigung erteilt werden könne. Damit hat die Familie beinahe 25.000 Euro ihres Ersparten umsonst ausgegeben. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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