Küche reinigen

Aufgepasst: Mit diesen Küchen-Fehlern züchten Sie sich unbewusst Keime heran

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In der Küche sollte besonders auf Hygiene geachtet werden.

In der Küche spielt Sauberkeit eine wichtige Rolle. Doch wie kann es sein, dass die Küche trotzdem der schmutzigste Raum einer Wohnung ist? Das liegt an Ihnen.

In der Küche soll es besonders hygienisch sein. Schließlich wissen wir, wie anfällig frische Lebensmittel für Keime, Schimmelpilze und Co. sind. Und doch ist die Küche der schmutzigste Raum der Wohnung. Wie Sie das künftig vermeiden können, erfahren Sie hier.

Küche sauber halten: Tauen Sie Lebensmittel niemals bei Zimmertemperatur auf

Wer kennt es nicht: Wenn es mal schnell gehen muss, lassen Sie Tiefgefrorenes bei Zimmertemperatur auftauen. Ihre Ungeduld kann ernste Folgen haben: Bakterien frieren ab einer Temperatur von -18 Grad lediglich ein. 

Tauen Sie Fleisch nun bei Zimmertemperatur auf, erwachen die Bakterien wieder zum Leben und verdoppeln ihre Anzahl alle 20 Minuten aufgrund der Wärme. Sie sollten Ihre Lebensmittel also ausschließlich im Kühlschrank auftauen.

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Video: Mehr Keime als Sie denken

Benutzen Sie in der Küche nie die gleichen Schneidebretter für Fleisch und Gemüse

Beim Kochen mit Freunden und Familie kann es schnell mal passieren: Sie verwenden beim Schneiden von Fleisch und Gemüse die gleichen Schneidebretter. Der Küchenhorror schlechthin: Kreuzkontamination. Salmonellen und andere Keime können ungehindert auf Lebensmittel überspringen, die Sie anschließend roh verspeisen. Im schlimmsten Fall endet dies mit einer Lebensmittelvergiftung.

Sie sollten stattdessen Fleisch und Gemüse farbigen Schneidebrettern zuordnen. So werden Sie an die Trennung erinnert, wie das Portal Helpling rät. So kann etwa Grün für Gemüse und Rot für Fleisch stehen. Sie sollten die Bretter außerdem immer so heiß wie möglich mit Spülmittel abwaschen und sie alle zwölf Monate austauschen.

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Essen Sie keine Lebensmittel, die in die Spüle in der Küche gefallen sind

Wer hat nicht schon einmal ein Salatblatt oder eine Nudel aus dem Spülbecken gefischt und gegessen? Wenn Sie danach ein Magengrummeln verspürt haben, ist das kein Wunder: In einer Küchenspüle tummeln sich nämlich bis zu 10.000 Bakterien pro Quadratzentimeter. Tatsächlich wäre es hygienischer, eine Tomate zu essen, die in eine Toilette gefallen wäre.

Tipp: Reinigen Sie Ihre Spüle einmal in der Woche intensiv mit Essigreiniger, um den Keimen Herr zu werden. Was einmal in die Spüle gefallen ist, sollten Sie immer gründlich mit heißem Wasser abspülen, bevor Sie es essen.

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Hygiene in der Küche: Reinigen Sie Ihre Spülmaschine

Geschirr rein, Klappe zu, Spülprogramm an - und das tagtäglich. Doch wie oft haben Sie Ihrem Geschirrspüler dabei eine Reinigung gegönnt? Sicher viel zu selten! In 96 Prozent aller Spülmaschinen befinden sich nämlich MRSA-Keime. Diese Bakterien sind unempfindlich gegenüber Antibiotika, was sie zu gefährlichen Krankheitserregern macht.

Tipp: Wischen Sie einmal im Monat das Innere der Maschine aus – vor allem in der Nähe der Gummidichtungen. Füllen Sie anschließend eine Tasse Essig in das Pulverfach und lassen Sie die Maschine auf höchster Stufe einen Leerlauf spülen.

Waschen Sie rohes Fleisch nicht ab

Ein weit verbreiteter Irrglaube besagt, dass wir rohes Fleisch vor dem Verzehr waschen sollten. Grundsätzlich ein richtiger Gedanke, doch Achtung: Auf rohem Fleisch befinden sich Keime wie Salmonellen, die durch den Wasserstrahl und herumfliegende Tröpfchen erst recht verbreitet werden.

Tipp: Um alle Krankheitserreger abzutöten, reicht es aus, das Fleisch direkt in die Pfanne zu geben und gut durchzugaren.

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Küche sauber halten: Tauschen Sie Ihre Schwämme regelmäßig aus

Ein klares Indiz für einen neuen Schwamm ist sein muffiger Geruch - denken Sie! Doch da ist es bereits zu spät. Schon nach einer Woche warten auf einem Quadratzentimeter Ihres Schwammes Millionen von Bakterien darauf, Ihre Küche zu kontaminieren! Höchste Zeit, ihn auszutauschen.

Tipp: Sie können die Lebenszeit Ihres Schwammes verlängern, indem Sie ihn reinigen. Legen Sie diesen für zwei Minuten auf höchster Stufe in Ihre Mikrowelle. So übersteht er eine weitere Woche im Einsatz. Achten Sie darauf, dass der Schwamm nass ist, damit er kein Feuer fängt.

Legen Sie Gemüse nicht unverpackt in den Kühlschrank

Ohne weiter darüber nachzudenken, legen Sie Gurke, Tomate und Co. oft unverpackt ins Gemüsefach. Damit bieten Sie den 11 Millionen Keimen, die in einem Kühlschrank lauern, den perfekten Nährboden. Diese haben ein leichtes Spiel, sich auf der Oberfläche des Gemüses zu verteilen. Die Folge: Ihre Lebensmittel verderben schneller.

Tipp: Legen Sie das Gemüse in ein Mehrwegnetz. Somit kann es atmen und wird vor Keimen geschützt. Und auch, wenn der Kühlschrank vermeintlich sauber aussieht: Putzen Sie ihn einmal im Monat mit Essigreiniger.

Trocknen Sie nicht das Geschirr aus der Spülmaschine ab

Gehören Sie auch zu denjenigen, die das Geschirr nach dem Waschgang im Geschirrspüler abtrocknen? Achtung: Damit verteilen Sie unbewusst gefährliche Keime! Laut einer Studie weisen 89 Prozent aller Geschirrtücher E. coli Bakterien auf, die Magen-Darm-Erkrankungen hervorrufen können.

Tipp: Lassen Sie Ihr Geschirr bei geöffneter Spülmaschine eine Stunde trocknen. Wenn es schnell gehen soll und Sie trotzdem zum Handtuch greifen müssen, achten Sie darauf, dass Sie es alle drei Tage austauschen.

Entkalken Sie Ihre Kaffeemaschine nicht zu häufig

Ja, auch zuviel des Guten, kann schaden: Eine Studie hat gezeigt, dass Kaffeeautomaten durch das Entkalken Blei und Nickel abgeben. Die Aufnahme dieser Stoffe erhöht das Risiko an Krebs zu erkranken.

Tipp: Entkalken Sie Ihre Maschine nur, wenn sie dies auch anzeigt bzw. einmal im Jahr. Verwenden Sie einen Kalklöser speziell für Kaffeemaschinen und spülen Sie den Wasserbehälter danach mehrmals mit frischem Wasser aus.

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