Luis Fonsi

Zwei Jahre nach „Despacito“: Ein Album für den Megahit

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Fast 20 Jahre lang sang er sich für ein überschaubares Publikum die Kehle wund, jetzt wird im großen Stil geerntet: Nach dem Welterfolg von „Despacito“ veröffentlicht Luis Fonsi das dazugehörige Album „Vida“.

Nach fast 20 Jahren auf der Bühne gelang Luis Fonsi 2017 mit „Despacito“ der internationale Durchbruch. Jetzt möchte er erstmals auch mit einem ganzen Album die deutschen Charts erobern.

„Despacito! La la la irgendwas despacito!“ - Textverständnis und Erfolg lagen in den deutschen Charts nur selten so weit voneinander entfernt wie bei „Despacito“ (übersetzt: „ganz langsam“) von Luis Fonsi. Kaum jemand verstand, worum es geht, aber mitsingen wollte fast jeder. 17 Wochen lang hielt sich der 2017 veröffentlichte Welthit hierzulande auf Platz eins - das gelang zuvor keinem anderen spanischsprachigen Song. Wer die darauffolgenden Singles von Luis Fonsi auch noch feierte, der gehört dann auch zu der Zielgruppe, für die nun das Album „Vida“ zusammengeworfen wurde. Neben „Despacito“ und den bekannten Singles „Échame La Culpa“, „Calypso“ und „Imposible“ sind acht neue Titel sowie drei Remixe enthalten.

„Vida“ ist inzwischen schon das zehnte Studioalbum des puerto-rikanischen Sängers Luis Fonsi (40), und es wird voraussichtlich das erste sein, das in den deutschen Charts landet. „Despacito“ wurde von vielen Kritikern als quasi perfekter Latino-Pop gepriesen (sexy, eingängig, man muss zu dieser Musik einfach tanzen), und man stellt beim Hören von „Vida“ schnell fest: Viele der neuen Nummern können mit dem Überhit durchaus mithalten.

Vor allem aber kann Fonsi mit gefühlvoll vorgetragenen Titeln wie „Le Pido Al Cielo“ oder „Dime Que No Te Iras“ auch zeigen, dass er neben dem sonnigen Strandurlaub-Hit noch andere Spielarten der lateinamerikanischen Popmusik (Pathos! Herzschmerz! Emoción!) beherrscht. Dass Luis Fonsi kein One-Hit-Wonder ist, versteht man jedenfalls auch ohne Spanisch-Kurs - sein weltweiter Erfolg, auch wenn er knapp 20 Jahre auf sich warten ließ, ist verdient.

teleschau

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