Ungewöhnliche Forderung

Zoff bei Musik-Legenden: Beach-Boys-Kopf Brian Wilson ruft zu Beach-Boys-Boykott auf

Keine „Good Vibrations“ bei Brian Wilson: Der Beach-Boys-Kopf will ein Konzert seines einstigen Weggefährten Mike Love verhindern. (Photo by Ian Gavan/Getty Images)
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Keine „Good Vibrations“ bei Brian Wilson: Der Beach-Boys-Kopf will ein Konzert seines einstigen Weggefährten Mike Love verhindern. (Photo by Ian Gavan/Getty Images)

„Good Vibrations“ (1966) heißt einer der größten Hits der legendären Beach Boys.

Von „guter Stimmung“ ist zwischen den noch lebenden Gründungsmitgliedern aber wenig zu spüren. Beach-Boys-Mastermin Brian Wilson (77) hat die Fangemeinde aufgerufen, ein Konzert zu boykottieren, das sein Cousin und ebenfalls Beach-Boys-Gründer Mike Love (78) mit seiner Formation der legendären Band geben will - bei einer Veranstaltung, mit der die Trophäenjagd unterstützt werden soll.

Am 5. Februar will Love, der die Rechte am Bandnamen hält, mit seiner Band bei der „Safari Club International Convention“ in Reno, Nevada, auftreten. Bei der Jagdmesse soll es die neuesten Jagdwaffen geben, die Möglichkeit, Jagdreisen zu organisieren - und eine Begrüßungsrede von Präsidentensohn Donald Trump jr (42), einem langjährigen Trophäenjägersmann.

Wilson: „Leidenschaftlicher Gegner der Trophäenjagd!“

Brian Wilson erklärte nun via Twitter. dass er und Al Jardine, ein weiteres Beach-Boys-Gründungsmitglied, „leidenschaftliche Gegner“ der Trophäenjagd seien. Nicht umsonst zierte ja auch das Album „Pet Sounds“, ein Meilenstein der Pop-Geschichte, ein Foto, das die Band beim Füttern von Ziegen im Zoo zeigt. Wilson machte zudem klar, dass er und Jardine mit diesem Konzert nichts zu tun hätten, sondern dass es ein Auftritt der „The Beach Boys touring group licensed by Mike Love“ sei.

Die beiden könnten aber selbst zu ihrem Bedauern nichts tun, um das Konzert zu verhindern. Deshalb bittet Wilson alle Fans, sich an einer Petition zu beteiligen, die bei change.org unter dem Titel „Tell the Beach Boys to Say No to Trophy Hunting!“ - „Sagt den Beach Boys sie sollen nein sagen zum Trophäenjagen“ - platziert wurde. Seit Wilsons Aufruf steigen dort minütlich die Unterzeichner, die 100.000-Unterschriften-Marke könnte bald fallen.

„Sagt nein zur Trophäenjagd!“

Die Initiatoren der Petition rufen alle Fans der Band zum Boykott von allen Downloads, Merchandise, DVDs und weiteren Konzerten der Beach Boys auf, so Love seine Konzertteilnahme nicht absage. In Anspielung auf einen weiteren Hit der Band, „Wouldn't it be nice“ (1966), schreiben sie: „Wouldn't it be nice if all the Beach Boys, stayed away from those who kill for fun?“ (Wäre es nicht schön, wenn sich alle Beach Boys von jenen fernhielten, die aus Spaß töten?")

Verwerfungen im Lager der Beach Boys sind indes nichts Neues. Nach den großen Jahren der einstigen Erfinder des „Surf-Sounds“ in den 1960-er Jahren, gingen die verbliebenen Mitglieder immer wieder und spätestens seit 1998 getrennte Wege und tourten unabhängig voneinander in mehreren Beach-Boys-Formationen. Selbst nach Ende der groß angelegten und äußerst erfolgreichen Reunion-Tour 2012, die eigentlich eine Fortsetzung der gemeinsamen Karriere nahegelegt hätte, ging man sofort wieder getrennte Wege.

teleschau

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