„Nach wie vor“

So verteidigt Tarek K.I.Z. sein Skandalvideo

Vor Kurzem erschien das erste Solo-Album von Rapper Tarek K.I.Z., „Golem“. Bereits am 29. November 2019 erschien sein Video zur Single „Nach wie vor“, das insbesondere unter Rechten hohe Wellen schlug.
+
Vor Kurzem erschien das erste Solo-Album von Rapper Tarek K.I.Z., „Golem“. Bereits am 29. November 2019 erschien sein Video zur Single „Nach wie vor“, das insbesondere unter Rechten hohe Wellen schlug.

„Es ist nicht meine Aufgabe, einen Rechten davon zu überzeugen, dass er ein Unmensch ist“, stellt Tarek K.I.Z.

in einem Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau klar. Stattdessen ist ihm die Provokation dieser Menschen ein Anliegen. Das gelang dem Rapper zuletzt insbesondere mit dem martialischen Video zu seiner Single „Nach wie vor“, welches für viel Empörung sorgte, insbesondere unter Rechten. Wie der Musiker, der mit „Golem“ gerade sein erstes Solo-Album veröffentlichte, die Reaktionen wahrnahm? „Ich habe mich sehr gefreut“, so Tarek. „Es ist wirklich amüsant, denn obwohl diese Menschen selbst komplett unmenschlich und rücksichtslos agieren, fühlen sie sich bei dem kleinsten Seitenhieb maßlos provoziert, gekränkt und verletzt.“

Im Video zu „Nach wie vor“ wird Tarek K.I.Z., zunächst gefesselt, drei Personen vorgeführt, die nach Auffassung vieler Kommentatoren auffällige Ähnlichkeiten mit AfD-Spitzenpolitikern haben. Im Zuge einer ausgedehnten und äußerst blutigen Kampfszene befreit Tarek K.I.Z. sich und tötet diese drei Personen mit Schwert und Wurfstern - inklusive abgetrenntem Haupt. Nach der Veröffentlichung des Videos vor einigen Wochen kam laut Tarek „der Online-Lynchmob aus seinen Löchern gekrochen“.

Die schockierten und wütenden Reaktionen auf sein Video hält Tarek K.I.Z. für unverhältnismäßig: „Das, was diese AfD-Politiker und ihre Gefolgschaft veranstalten, ist reale Gewalt und hat reale Konsequenzen. Wenn ich aber ein Trash-Horror-Film-Musikvideo drehe, in dem die Darsteller Ähnlichkeit mit den Köpfen dieser Partei haben, passiert niemandem irgendwas.“ Zudem versteht das Mitglied der Berliner Rap-Kombo K.I.Z. den blutrünstigen Kurzfilm als eine „von der Kunstfreiheit gedeckte Darstellung“.

In seiner Haltung bleibt Ebéné trotz der vielen Kritik, die ihm zuletzt entgegenschlug, unnachgiebig. „Ich rede nicht mit Rechten - im Gegenteil“, stellt er klar. „Ich denke, der eine oder andere hat eine Tracht Prügel dafür verdient, dass er aus Angst, seine Lebensumstände könnten sich verschlechtern, die Augen davor verschließt, dass das Mittelmeer ein Friedhof ist.“

teleschau

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare