Keine Lust auf Lösegeldzahlung

Radiohead lassen Erpresser auflaufen

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Die Aufnahmen, die er jüngst aus Thom Yorkes Archiv gestohlen hatte, wollte ein Erpresser zu Geld machen. Doch Radiohead hatten so gar keine Lust, Lösegeld zu zahlen.

150.000 US-Dollar forderte ein Erpresser von der britischen Band Radiohead.

Der Unbekannte drohte, ansonsten die Aufnahmen zu veröffentlichen, die er oder sie in der vergangenen Woche aus dem Minidiskarchiv von Sänger Thom Yorke gestohlen hatte - immerhin 18 Stunden Musik, die eigentlich nicht für die Öffentlichkeit gedacht waren.

Doch statt auf die Forderungen des Erpressers einzugehen, wählten die Briten einen anderen Weg: „Anstatt uns (lange) zu beschweren oder es zu ignorieren, veröffentlichen wir die kompletten 18 Stunden auf Bandcamp, um Extinction Rebellion zu unterstützen“, kündigte Jonny Greenwood bei Twitter an. Die Klimaprotestgruppe, an die die jeweils 18 Pfund pro Download gehen sollen, demonstrierte in den vergangenen Wochen mit Sitzblockaden auf Straßen und Brücken medienwirksam für den Umweltschutz. Die Aktivisten bedankten sich umgehend via Twitter bei den prominenten Unterstützern.

Das Musikmaterial, um das es sich handelt, ist bereits über 20 Jahre alt und stammt aus den Aufnahmesessions zu Radioheads Erfolgsalbum „OK Computer“. Greenwood selbst nennt die Aufnahmen nur „tangential interessant“.

teleschau

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