Musiker in der Coronavirus-Krise

Peter Maffay: „130.000 Existenzen in akuter Gefahr“ - emotionaler Hilferuf an Merkel

Musiker Peter Maffay hat sich mit einem sorgenvollen Brief an die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel gewandt.
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Musiker Peter Maffay hat sich mit einem sorgenvollen Brief an die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel gewandt.

Egal, ob renommierte Stars oder aufstrebende Bands: Wann es wieder Musikkonzerte geben wird, ist aktuell völlig unklar. Der Musiker Peter Maffay fordert in einem emotionalen Brief an Angela Merkel Unterstützung für  Künstler.

  • Die Coronavirus-Krise ist eine große Gefahr für Künstler
  • Peter Maffay fordert in emotionalem Brief Unterstützung
  • Live-Konzerte seien für junge Musiker „überlebensnotwendig“

Wegen der momentanen Perspektivlosigkeit in der Coronavirus-Krise geraten immer mehr Künstler an ihre finanziellen und psychischen Grenzen. Wie belastend die Situation für Musiker sein muss, geht nun aus einem Schreiben Peter Maffays an Angela Merkel, das Bundeskanzleramt und Bundesfinanzminister Olaf Scholz sowie dessen Bundestagskollegen hervor.

Peter Maffay

Musiker / Künstler

Geboren: 

30. August 1949 in Brasov

Richtiger Name:

Peter Alexander Makkay

Wohnort: 

Tutzing am Starnberger See

Erst Anfang des Jahres war Peter Maffay zu Gast bei Markus Lanz im ZDF - und sprach offen über das Altern und eine Phase in seinem Leben, in der er mit seinen Reserven am Ende war.

Peter Maffay: Musiker in akuter Gefahr durch Coronavirus-Krise

Laut des RedaktionsNetzwerks Deutschlands (RND) ist darin von einem „sorgenvollen Hilferuf“ die Rede. „Durch den pandemiebedingten Shutdown steht die ganze Konzert- und Veranstaltungsbranche vor einer Herausforderung, die sie ohne staatliche Hilfe die nächsten Monate aus eigener Kraft kaum überstehen wird“, appelliert Maffay an die Politik. Doch nicht nur die Künstler selbst stünden vor schwierigen Zeiten, auch eine „Wertschöpfungskette aus Dienstleistern“ sei in enormem Maße betroffen.

Peter Maffay ging sogar noch einen Schritt weiter und nannte in seinem offenen Brief Live-Konzerte gerade für Künstler am Anfang ihrer Karriere „überlebensnotwendig“. Insgesamt seien laut des 70-Jährigen „130.000 Arbeitsplätze und die daran gekoppelten Existenzen von Familien in akuter Gefahr“. Seinen flammenden Appell beendete die Musiklegende mit der Forderung: „Die Musik darf genauso wie zum Beispiel der Sport nicht am Ende der Skala stehen. Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes wichtiger Teil der Harmonie in unserem täglichen Leben.“

Peter Maffay erhält prominente Unterstützung

Den Forderungen Maffays schlossen sich zahlreiche Musiker an. Zu den Unterstützern zählen neben Sasha, Tokio Hotel und Till Brönner auch die Scorpions, PUR sowie Angelo und Joey Kelly.

Peter Maffay ist berühmt für Songs wie „So bist Du“, oder Er war „16 (und sie 31)“, ist „über sieben Brücken“ gegangen - und wollte nie erwachsen sein. Neben der Rockmusik kreierte Peter Maffay mit der Tabaluga-Reihe ein Märchen, das bis heute Millionen Menschen begeisterte. 2015 erschien das bisher letzte Album Tabaluga – Es lebe die Freundschaft. Seine für 2020 geplante Tour musste Maffay verschieben.

teleschau / Harald Hinze

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