Schallplatten-Industrie

Das Material wird knapp: Großbrand zerstört Schallplattenwerk

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Lieferengpässe bei Vinyl? Ein Großbrand zerstörte eine der beiden Fabriken, die Lack für Master-Schallplatten herstellen.

Eigentlich war die Schallplatte schon ein Relikt der Vergangenheit, das nur von enthusiastischen Sammlern geschätzt wurde.

Zuletzt erlebte Vinyl in der Musikindustrie allerdings einen beeindruckenden Aufschwung. Die Recording Industry Association of America berichtete, dass im Jahr 2018 16,7 Millionen LPs und EPs zu einem geschätzten Verkaufswert von fast 420 Millionen Dollar verkauft wurden. Der Aufschwung könnte aktuell aber jäh gestoppt werden: Ein Großbrand zerstörte Apollo Masters in Südkalifornien, einen wichtigen Lieferanten der Industrie, wie „Desert Sun“ berichtet.

Apollo Masters, der weltweit größte Lieferant des Lacks, der bei der Herstellung von Vinyl-Schallplatten verwendet wird, erlitt am Donnerstag „katastrophale Schäden“. Das Werk sei bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Branchenexperten und Musiker befürchten, dass sich die Zerstörung des Werks auf die weltweite Schallplattenindustrie auswirken werde: „Apollo hat in den letzten zehn bis 20 Jahren mindestens 75 Prozent der weltweiten Master-Lackplatten geliefert“, so Rick Hashimoto von Record Technology, einem anderen kalifornischen Presswerk. „Der einzige andere Lieferant ist ein japanisches Unternehmen, MDC. Sie sind sehr klein, haben aber in letzter Zeit ihren Marktanteil erhöht“.

teleschau

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