Die Liga der Gewöhnlichen Gentlemen

DLDGG-Interview: Neues Album, Aufnahmen in Bremen und das Lagerhaus

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Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen (DLDGG)

„Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen“ kurz auch DLDGG, bezeichnet sich selbst als „Second-Hand-Dandy“ und ihren Stil als Pop-Bubblegum-Beat-Punk-Soul. Ihr aktuelles Album „It’s OK To Love DLDGG“ haben sie analog im Studio Nord in Bremen-Oberneuland aufgenommen. Dass sie Sinn für Humor haben, zeigt Frontmann Carsten Friedrichs nicht nur in seinen Songtexten, in denen es um Eisdielen, Verfettung und glückliche wie auch unglückliche Liebe geht, sondern auch im nordbuzz-Interview.

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Die Hamburger Band gründete sich 2012 aus den Überresten der Band Superpunk. Sänger und Songschreiber Carsten Friedrichs tat sich dafür mit Superpunk-Kollege Tim Jürgens zusammengetan. Hinzu kamen noch noch Tapete-Records-Inhaber Gunther Buskies (Keyboard, Saxofon) sowie Philip Morten Andernach (Gitarre, Saxofon) und Christoph Kähler (aka Zwanie Jonson) am Schlagzeug.

„Wir versuchen immer, einen perfekten Popsong zu machen“

nordbuzz: Mit Eurem neuen Album „It‘s OK To Love DLDGG“ geht Ihr neue Wege. Es haben elf statt wie bisher zehn Songs einen Platz darauf gefunden. Wie kam es zu diesem Bruch mit der Tradition?

Carsten Friedrichs: Wir sind als Musiker natürlich unkonventionelle Freigeister und pfeifen daher gerne mal auf Traditionen und Konventionen. Eines Tages saßen wir beim Punsch zusammen und dachten: Zehn Songs sind doch vielleicht etwas wenig ... Elf is the magic number!

nordbuzz: Du hast Euren Stil einmal mit den Worten „vollkommen abgesagte Musikstile mit bizarren Texten“ beschrieben. Kannst Du das immer noch unterschreiben?

Friedrichs: Geniale Beschreibung, finde ich zumindest. Allerdings hatte sie zur Folge, dass sich unsere Platten eher suboptimal verkauften, denn wer will schon mit etwas „Abgesagtem“ in Verbindung gebracht werden? In der Popwelt ja wohl niemand. Das hatten wir nicht bedacht. Deswegen würde ich das jetzt nicht mehr unterschreiben.

nordbuzz: Was macht den Stil der Liga aus?

Friedrichs: Gute Frage. Wir versuchen immer, einen perfekten Popsong zu machen. Ob uns das ab und an gelingt, sollte die geneigte Hörerschaft entscheiden. Wir finden allerdings ja.

„Wir sind auf eine Art ‚vintage‘ und auf eine andere Art sehr modern“

nordbuzz: „Röhrentechnik der ersten Stunde und der letzte Stand der modernen Technik“ – so wird das Studio Nord in Oberneuland, in dem Ihr Eure neue Platte aufgenommen habt, beschrieben. Wie gut passt  dies zur Musik von DLDGG?

Friedrichs: Wie die berühmte Faust aufs Auge: Auch wir sind auf eine Art „vintage“ und auf eine andere Art sehr modern!

nordbuzz: Bei Eurem Konzert im Bremer Lagerhaus Ende 2014 tauchte plötzlich beim Song „Kennst Du Werner Enke?“ tatsächlich der Schauspieler auf der Bühne auf, der aus Filmen wie „Zur Sache, Schätzchen“ und „Nicht fummeln, Liebling“ bekannt ist. Ende des Jahres sind Sie erneut im Kulturzentrum zu Gast. Habt Ihr wieder etwas Besonderes geplant?

Friedrichs: Mal schauen. Hoffentlich wieder eine so gute Supportband wie die Harrynecks aus Bremen im letzten Jahr. Und wenn Werner Lust und Zeit hat und jemanden findet, der ihn zum Lagerhaus fährt, wird er vermutlich auch wieder vorbeischauen.

Das Gespräch führte Linda Bussmann 

Die Liga Der Gewöhnlichen Gentlemen ist Ende des Jahres in Bremen zu Gast. Am Mittwoch, 27. Dezember, treten die Herren ab 20 Uhr im Lagerhaus (Saal) auf.

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