Tragödie in Duisburg

Kein Urteil im Loveparade-Prozess: Gericht stellt letztes Verfahren ein

21 Menschen kamen bei der Loveparade-Katastrophe im Jahr 2010 ums Leben, 650 wurden verletzt. Nun wurde das Verfahren gegen die Veranstalter eingestellt.
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21 Menschen kamen bei der Loveparade-Katastrophe im Jahr 2010 ums Leben, 650 wurden verletzt. Nun wurde das Verfahren gegen die Veranstalter eingestellt.

Das schlimme Unglück während der Loveparade in Duisburg jährt sich in Kürze zum zehnten Mal.

Nun wurde das juristische Verfahren eingestellt. Drei Angeklagte - allesamt Mitarbeiter des früheren Loveparade-Veranstalters - waren beim Prozess der Loveparade-Tragödie noch verblieben. Sie standen wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung vor Gericht und sollen unter anderem schwere Planungsfehler begangen haben.

Gegen sieben weitere Angeklagte war das Verfahren wegen geringer Schuld bereits zuvor beendet worden. Nun hat das Duisburger Landgericht auch das letzte Verfahren eingestellt. Somit ging einer der aufwendigsten Strafprozesse der Nachkriegszeit nach 184 Sitzungstagen ohne Urteil zu Ende. Er wurde am 4. März bedingt durch die Corona-Pandemie unterbrochen. Angehörige von Todesopfern sprachen sich als Nebenkläger gegen eine Einstellung des Verfahrens aus. Allerdings war ihre Zustimmung rechtlich nicht erforderlich: Der Einstellungsbeschluss ist unanfechtbar.

Am 24. Juli 2010 waren durch ein Gedränge an der Eingangsrampe zu der Großveranstaltung 21 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 650 wurden verletzt. Es war das erste Mal, dass die Loveparade, die zuvor lange Jahre in Berlin gefeiert wurde, in Duisburg stattfand.

teleschau

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