Eine Portion Herzschmerz

Joel Brandenstein veröffentlicht neues Album „Emotionen“

Joel Brandenstein - Emotionen

Auf YouTube wurden die Songs von Joel Brandenstein über 120 Millionen Mal aufgerufen, nun veröffentlicht der Internetstar aus Ratingen am 31. März sein Debütalbum „Emotionen“.

Die Geschichte von Joel Brandenstein kommt einem modernen Märchen gleich: Weil sein Beruf als Industriekaufmann ihn nicht erfüllt, beschließt er 2011 zu kündigen und sich seiner wahren Leidenschaft zu widmen - der Musik. Von da an lädt er alle paar Wochen Eigeninterpretationen von Stücken diverser Künstler wie Rihanna und Andreas Bourani bei YouTube hoch und erreicht irrsinnige Klickzahlen. Von den positiven Reaktionen beflügelt, nimmt er mit „Diese Liebe“ 2014 schließlich seinen ersten eigenen Song auf. Er dreht ein Musikvideo, stellt den Song in allen gängigen Download-Shops ein und landet auf Platz 18 der deutschen Charts. Die Plattenfirmen stehen anschließend Schlange, und so veröffentlicht der aus Ratingen bei Düsseldorf stammende Singer/Songwriter nun sein Debütalbum „Emotionen“.

„Wenn ich Musik höre, dann will ich, dass sie etwas in mir auslöst“, sagt Brandenstein. „Das war auch der Anspruch an meine Songs.“ In den zwölf Stücken schüttet der 33-Jährige nun also sein Herz aus. „Graue Stadt“ handelt davon, dass man seinen Träumen folgen sollte - so wie Brandenstein selbst es getan hat: „Eigentlich sind wir doch am Leben, um das zu leben, was wir lieben“, singt er.

Die Hoffnung nie aufzugeben, darum geht es in „Ebbe & Flut“. Die meisten Songs allerdings drehen sich um die Liebe. Genauer gesagt: Herzschmerz. Brandenstein leidet und trauert, wünscht sich eine Zeitmaschine, damit er seine Fehler wiedergutmachen kann, und er gibt zu: „Ich weiß, ich bin nicht perfekt.“ Seine Texte sind ehrlich und simpel - deshalb beizeiten auch ganz schön nah an der Grenze zum Kitsch.

Die Balladen-Dichte ist hoch auf der Platte

Vier Jahre hat Brandenstein akribisch am Album gearbeitet, jeder Song sollte perfekt klingen. Die Balladen-Dichte ist hoch auf der Platte - mal dramatisch („Polaroid“), dann wieder sanft mit Streichern verziert („Willkommen“). Zwischendurch streut Brandenstein die eine oder andere Upbeat-Nummer ein. Wichtig sei ihm gewesen, auf der Platte nur echte Instrumente und keine synthetischen Sounds zu verwendenden. Auch die Streicher-Arrangements ließ er von echten Musikern einspielen.

Besonders präsent ist allerdings das Klavier. Und das ist dann auch das Beste an der Platte: diese einfachen Klaviermelodien. In manchen Songs hört man übrigens genau jenes Tasteninstrument, auf dem Brandenstein im zarten Alter von sieben Jahren das Spielen erlernte: „Das Klavier klingt nicht perfekt“, so Brandenstein, „aber genau dadurch hat es einen gewissen Charme“.

tsch

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