Robbie Williams

Mit Helene Fischer: Präsente vom Heiligen Robert

Alarmstufe Weihnachtsrot: Robbie Williams wirft sich in Festtags-Schale und präsentiert sein erstes Weihnachtsalbum.
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Alarmstufe Weihnachtsrot: Robbie Williams wirft sich in Festtags-Schale und präsentiert sein erstes Weihnachtsalbum.

Robbie Williams macht seinen Fans ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk: „The Christmas Present“ ist ein zeitloses Doppelalbum, dessen musikalische Bandbreite von Swing über Pop bis zu Folkrock reicht.

Weihnachten wurde in diesem Jahr vorverlegt - zumindest für Fans von Robbie Williams, denn die bekommen von dem ehemaligen Take-That-Star schon einen Monat vor Heiligabend ein großes Geschenk. Das 13. Studioalbum des britischen Entertainers heißt passenderweise „The Christmas Present“. Genau genommen sind es sogar zwei Geschenke, denn Williams' neuestes Werk enthält mit „Christmas Past“ und „Christmas Future“ gleich zwei Langspieler, die sich augenzwinkernd dem Thema Weihnachten widmen und zahlreiche Klassiker aus dem ewigen Christmas-Songbook aufgreifen.

So hört man beispielsweise Titel wie „Winter Wonderland“ und „Let It Snow! Let It Snow! Let It Snow!“. Der Unterschied zu den Originalen liegt in den Arrangements. Die festlich ausgeschmückten Lieder von „Christmas Past“ swingen im bombastischen Bigband-Sound. So zeitlos, dass sie in der Form auch von Frank Sinatra oder Bing Crosby hätten gesungen werden können. Da schunkeln die Rentiere! Dass Popstar Robbie Williams diesen Sound beherrscht, hatte er einst mit „Swing When You're Winning“ (2001) schon eindrucksvoll bewiesen.

Der zweite Teil des Doppelalbums, „Christmas Future“, präsentiert sich ebenfalls in Festtagslaune, allerdings treffen Glockenstab, Streicher und Kinderchöre hier auf moderne Folkrock- und Pop-Klänge. Was sich durchaus hören lässt: Gepaart mit dem stimmgewaltigen Bad Boy Robbie Williams klingen all die Elemente aus dem Kitschflohmarkt plötzlich wieder frisch.

Stars über Stars

„Ein weiterer Meilenstein in der glanzvollen Karriere“ des Künstlers, schreibt die Plattenfirma Sony Music vollmundig. und an dieser Behauptung ist tatsächlich nichts übertrieben: Robbie Williams' erstes Weihnachtsalbum zählt zu den herausragenden Werken in seiner mittlerweile beachtlich langen Karriere als ewiger Charmebolzen der Popkultur. Das ist nicht nur der Verdienst des Sängers, sondern auch des Mannes hinter den Kulissen: Einmal mehr arbeitete Robbie mit Guy Chambers zusammen, der den größten Teil des Albums gemeinsam mit Richard Flack produzierte.

Große Namen finden sich aber auch hinter dem Mikrofon - unter anderem konnte Williams so prominente Gastmusiker wie Bryan Adams, Jamie Cullum und Rod Stewart für das Projekt erinnern. Zudem erinnerte er sich auch an die Begegnung mit einer deutschen Interpretin vor mehreren Jahren, denn er lud sie ebenfalls zum Duett nach London: Helene Fischer haucht mit Mr. Charismas „Santa Baby“. Seit Kurzem ist ein Video der knisternden Session bei YouTube zu sehen.

Das Duo Williams/Cullum fragt zu Bigband-Klängen, die man früher vielleicht als „fetzig“ bezeichnet hätte: „Does your granny always tell you 'Old songs are the best'?“ Das Motto „Doppelt singt besser“ gilt auch für Williams' Zusammenarbeit mit den beiden Rock-Veteranen: Sowohl das folkrockige Stück „Fairytales“ mit Rod Stewart als auch das an Motown-Soul erinnernde Lied „Christmas (Baby Please Come Home)“ mit Bryan Adams klingen so harmonisch, als würde man einer sehr späten Boygroup-Reunion beiwohnen.

„Ich habe in meiner Karriere schon viel gemacht, aber mit dieser Veröffentlichung wird für mich ein Traum wahr“, lässt Robbie Williams sich vom Label zitieren. Dass der 45-Jährige bei den Aufnahmen viel Spaß hatte, hört man in jeder Note. Bei Balladen wie „The Christmas Song“ und „Coco's Christmas Lullaby“ würde selbst Ebenezer Scrooge warm ums Herz, und wenn bei „Best Christmas Ever“ der „Little Drummer Boy“ sanft trommelt, Kirchenglocken bimmeln und ein Kinderchor die Ode an den Heiligen Robert singt, erreicht das Robbie-Williams-Spektakel seinen Höhepunkt. So ist „The Christmas Present“ wie eine Dose mit zu stark gezuckerten Plätzchen: Man weiß, es ist viel zu süß, aber man kann einfach nicht die Finger davon lassen.

teleschau

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