Molly Burch

So geht Festtagsplatte

Nach ihrem Solodebüt 2017 legt Molly Burch ihr zweites Album vor - eine Weihnachtsplatte.
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Nach ihrem Solodebüt 2017 legt Molly Burch ihr zweites Album vor - eine Weihnachtsplatte.

Ein Weihnachtsalbum zwischen Klassikern und Indie-Touch: Wer noch etwas Originelles für das Fest sucht, sollte bei Molly Burch in jedem Fall fündig werden.

Irgendwann findet man sich damit ab: An Weihnachten muss Weihnachtsmusik laufen. Also warum nicht direkt unter den vielen festlichen Veröffentlichungen eine gute herauspicken? „The Molly Burch Christmas Album“ zum Beispiel: Das gerade erschienene Werk der US-amerikanischen Singer/Songwriterin vereint populäre Standards und gelungene Eigenkompositionen.

Natürlich gibt es das Album auch als Playlist. Aber eventuell hört man in der familiären Runde auch mal beschaulich-altmodisch auf CD, oder eventuell gar auf Omas alter Kompaktanlage mit Schallplattenspieler - an fehlenden Formatmöglichkeiten wird das Weihnachtsfest mit Molly Burch jedenfalls nicht scheitern.

Die Musikerin aus Texas, die Jazzgesang studiert hat und 2017 mit ihrem Debütalbum „Please Be Mine“ souverän den Spannungsbogen zwischen Angel Olsen, Nina Simone und Billie Holiday mit schaurig-schönen Liedern im Retro-Gewand auskleidete, ist auf den ersten Blick eine ungewöhnliche Kandidatin für ein Weihnachtsalbum. Neben zwei geschmackvollen Eigenkompositionen beweist Burch, die nach wie vor am Anfang einer vielversprechenden Karriere steht, auch ein Händchen bei der Auswahl der richtigen Coversongs. Besonders gelungen sind unter anderem die Interpretationen von „Hard Candy Christmas“ (Dolly Parton), das weniger bekannte Stück „Snow Queen Of Texas“ (The Mamas & The Papas) und „What Do The Lonely Do At Christmas?“ (The Emotions).

Verrückt genug, um Wham! zu covern

Einer der originellsten Momente auf diesem „Christmas Album“: Mit gesanglicher Unterstützung von Komiker John Early („Search Party“) und Komikerin Kate Berlant („Once Upon A Time In Hollywood“) erstrahlt hier auch der Wham!-Evergreen „Last Christmas“ in einer humorvollen Neuinterpretation, wobei Burch natürlich nicht auf die prägnante Melodie, das Geschmeide und die Weihnachtsglöckchen verzichtet.

Zum Finale ertönt dann auch noch „Auld Lang Syne“ (in Deutschland bekannt als „Nehmt Abschied, Brüder“). Das alte schottische Lied, welches schon von zahlreichen Musikern und Orchestern interpretiert wurde, gehört im englischsprachigen Raum traditionell zum Jahreswechsel. Mit diesem Stück und ABBAs „Happy New Year“, dem vorletzten Titel auf diesem abwechslungsreichen Weihnachtsalbum, hat Molly Burch also gleich auch noch zwei Sylvester-Smasher dazugepackt. So geht Festtagsplatte!

teleschau

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