Unruhen in den USA

Zeichen gegen Rassismus und Polizeigewalt: Sony verschiebt PlayStation-5-Präsentation auf unbestimmte Zeit

Sony wollte am 4. Juni offiziell und feierlich die PlayStation5 präsentieren. Doch aktuell sei die nicht Zeit dafür, schreibt das Unternehmen.
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Sony wollte am 4. Juni offiziell und feierlich die PlayStation5 präsentieren. Doch aktuell sei die nicht Zeit dafür, schreibt das Unternehmen.

„Wir treten einen Schritt zurück und wollen denjenigen Gehör verleihen, die eine weit wichtigere Botschaft überbringen.“.

Mit diesen Worten verkündete Sony die Absage der von vielen Gamern sehnlichst erwarteten PlayStation5-Präsentation auf unbestimmte Zeit. „Wir haben beschlossen, das für den 4. Juni geplante PS5-Event zu verschieben. Zwar verstehen wir, dass sich Spieler weltweit darauf gefreut haben, PlayStation 5-Spiele zu sehen. Wir denken jedoch, dass aktuell nicht die richtige Zeit dafür ist, zu feiern.“

Damit zeigt Sony besonderes Feingefühl angesichts der anhaltenden Unruhen in den USA, die nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd in Folge einer gewaltsamen Festnahme durch die Polizei ausgebrochen sind. Trotz Ausgangssperren in mehr als 40 Städten reißen die Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus (#BlackLivesMatter) nicht ab. Präsident Trump droht mit dem Einsatz des Militärs gegen das eigene Volk.

EA zeigt sich solidarisch

Auch andere Hersteller setzten auf diese Art ein Statement, allen voran EA. Der Publisher wollte dieser Tage eigentlich die Footballsimulation „NFL 21“ vorstellen. Stattdessen twitterte man unter dem Slogan „It's Game Time“, wobei das Wort „Game“ durchgestrichen ist, folgende Solidaritätsbekundung: „Wir stehen zu unserer afroamerikanischen / dunkelhäutigen Gemeinschaft von Freunden, Spielern, Kollegen und Partnern. Unsere unmittelbare Aufmerksamkeit gilt Maßnahmen, die wir ergreifen können, um gegen die ungerechte Behandlung und systemische Vorurteile vorzugehen, die die Nation und unsere Welt plagen. Wir werden einen anderen Zeitpunkt finden, um mit Euch über Football zu sprechen. Denn dies ist größer als ein Spiel, größer als der Sport und erfordert, dass wir alle zusammenstehen und uns für Veränderungen einsetzen.“

Der virtuelle Krieg macht Pause

Und auch Activision bezieht Stellung und verschiebt kurzerhand die neue Online-Season 4 seiner erfolgreichen Shooter-Reihe: „Während wir uns alle darauf freuen, neue Seasons bei 'Modern Warfare', 'Warzone' und 'Call of Duty: Mobile' zu spielen - jetzt ist nicht die Zeit. Wir verschieben die Launches auf ein späteres Datum. Jetzt ist die Zeit dafür, dass jene, die für Gleichheit, Gerechtigkeit und Änderungen einstehen, gesehen und gehört werden. Wir stehen an Eurer Seite.“

teleschau

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