Was steckt hinter dem Angebot?

„Xbox Game Pass Ultimate“: Microsoft startet „Spiele-Netflix“

Dank "Xbox Game Pass Ultimate" lassen sich Xbox- und PC-Titel ab 15. September auch auf Android-Smartphones streamen.
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Dank „Xbox Game Pass Ultimate“ lassen sich Xbox- und PC-Titel ab 15. September auch auf Android-Smartphones streamen.

Microsoft vereint Games-Abo und Cloud-Streaming in einem Angebot, das plattformübergreifend funktioniert und sich zu einem echten Publikumsmagneten entwickeln könnte. Allein Apple-Nutzer schauen in die Röhre.

Google Stadia, GeForce Now, PlayStation Now: Games-Streaming-Dienste gibt es mittlerweile einige - aber dem Vergleich mit Netflix halten nur wenige stand. Mal ist die Auswahl an nutzbaren Titeln zu gering, mal die technische Verfügbarkeit stark eingeschränkt. Nun wagt sich Microsoft auf den umkämpften Markt - mit einem außerordentlich gut durchdachten Angebot, das man schlecht ablehnen kann.

Worum es sich dabei genau handelt, wie viel der Service kostet und auf welchen Plattformen er nutzbar ist, verrät der Überblick?

Was ist „Xbox Game Pass“?

Microsofts „Xbox Game Pass“ gibt es schon länger. Dabei handelt es sich um ein Abo-Angebot, das PC- und Xbox-Spielern Zugriff auf rund 150 Titel aus dem Portfolio von Microsoft und Drittherstellern gewährt - und durch topaktuelle Neuveröffentlichungen ständig aufgestockt wird. Die Spiele lassen sich je nach Verfügbarkeit auf Windows-10-Rechnern sowie aktuellen und künftigen Xbox-Konsolen (Xbox One, Series S, Series X) downloaden und uneingeschränkt nutzen.

Ebenfalls im „Xbox Game Pass“ enthalten ist der Service Xbox Live Gold, der für Xbox-Besitzer eine kostenpflichtige Voraussetzung ist, um Online-Titel wie „Call of Duty: Warzone“, „Fortnite“ oder „GTA Online“ zu spielen. Obendrein werden Inhabern des Xbox Game Passes immer wieder Rabatte bei Käufen aus dem Windows-Store eingeräumt.

Was steckt hinter dem Namenszusatz „Ultimate“?

Was zunächst von Microsoft als xCloud angekündigt wurde, steckt nun im „Xbox Game Pass Ultimate“. Gemeint ist ein Games-Streaming-Angebot, das die Titel des „Xbox Game Passes“ auch auf Smartphones und Tablets bringt. Die Berechnung der aufwendigen Spiele wie „Forza Horizon 4“ oder dem neuen „Flight Simulator“ findet dabei auf den Servern von Microsoft statt, Bild und Ton werden auf die mobilen Endgeräte übertragen - sofern zwei Voraussetzungen erfüllt sind.

Welche Voraussetzung müssen erfüllt sein, um „Xbox Game Pass Ultimate“ mobil zu nutzen?

Wie bei allen Streaming-Diensten gilt: Die Internetverbindung muss ausreichend schnell sein, um hohe Auflösungen sauber und ruckelfrei zu transportieren. Eine weitere Einschränkung: Das Streaming von „Xbox Game Pass Ultimate“-Spielen funktioniert in absehbarer Zukunft nur auf Android-Modellen. iOS-Nutzer schauen indes in die Röhre - den Richtlinien im App-Store sei Dank. Apple erlaubt zwar per se Games-Streaming-Dienste, verlangt aber von Anbietern wie Microsoft oder Google (Stadia), dass sie jedes darin enthaltene Spiel als eigenständige App im Store zur Verfügung stellen. Ein ungeheurer Aufwand - und letztlich der Grund, warum iPhone- und iPad-Besitzer nicht in den Genuss des Services kommen.

Was kostet „Xbox Game Pass Ultimate“?

Microsoft lockt Neugierige mit einem Euro für den ersten Monat, danach sind rund 13 Euro pro Monat fällig. Der normale „Game Pass“ für Xbox kostet derzeit rund 10 Euro im Monat, für PC sind es derzeit sogar nur 4 Euro, zu einem späteren Zeitpunkt sind auch hier dann rund 10 Euro fällig. Das im „Ultimate“-Paket enthaltene „Xbox Live Gold“ ist rund 7 Euro im Monat wert.

Wie man jedoch hunderte Euro durch einen Lifehack sparen kann, verrät Microsoft selbst in einem Blog-Post mit der Überschrift „How to Get the Most Out of Xbox Game Pass Ultimate“.

Noch lohnenswerter wird das Angebot, wenn Ende des Jahres auch noch das Abo-Angebot EA Play Teil des „Xbox Game Passes“ wird.

Wann ist „Xbox Game Pass Ultimate“ verfügbar?

Das Angebot ist ab 15. September in Deutschland und 21 anderen Märkten verfügbar.

Was fehlt?

Dass Microsoft seinen Dienst per App auf Sonys PlayStation-Konsolen oder der Nintendo Switch verfügbar machen wird (und die Konkurrenten das zulassen), ist vermutlich ebenso Wunschdenken wie ein Streaming der Titel über den Browser, wie es Google mit Stadia anbietet. Damit würde Microsoft sein eigenes Konsolen-Geschäft untergraben, das ab 10. November mit der Xbox Series S und Series X in eine neue Generation startet,

teleschau

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