Xbox Series X

Der X-Faktor: Verwirrung um Microsofts neue Xbox-Generation

Satz mit „X“: Microsoft klärt die Missverständnisse um die Namensgebung für seinen Xbox-One-Nachfolger auf. „Series X“ ist wohl nur die Typen-Bezeichnung für das Startmodell, die neue Geräte-Familie als solche heißt schlicht „Xbox“.
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Satz mit „X“: Microsoft klärt die Missverständnisse um die Namensgebung für seinen Xbox-One-Nachfolger auf. „Series X“ ist wohl nur die Typen-Bezeichnung für das Startmodell, die neue Geräte-Familie als solche heißt schlicht „Xbox“.

Bei den Game Awards vergangene Woche hat es nicht nur Auszeichnungen für die besten Spiele-Entwickler des Jahres, sondern auch jede Menge Neuheiten gehagelt - allen voran die Präsentation der neuen Xbox: Zwar hatte Microsoft schon Monate vorher auf der E3 den Start seiner neuen Konsolen-Generation für Ende 2020 angekündigt, aber - abgesehen vom Projektnamen „Scarlett“ und eher vagen technischen Ausführungen - blieb man Details schuldig..

Die hat man bei den „Games-Oscars“ überraschend nachgeliefert und ist damit Nebenbuhler Sony um vermutlich mehrere Monate zuvorgekommen. Doch obwohl der Hersteller das Gehäuse-Design präsentierte und mit „Hellblade 2“ sogar den ersten ernstzunehmenden Exklusiv-Hit im Gepäck hatte, sorgte die Bekanntgabe auch für Verwirrung. Schuld daran war der eigenwillige Name des Geräts: Schriftzug und Einführungsrede von Xbox-Chef Phil Spencer zufolge soll das neue Konsolen-Flaggschiff des Windows-Herstellers mit den Untertitel „Series X“ kommen - der komplette Name wäre demnach „Xbox Series X“.

Richtig?

Taktikscher Rückzug nach Sera

Falsch! Das US-Magazin „Business Insider“ zitiert einen Microsoft-Sprecher bei seinen Bemühungen, das Namenschaos zu bereinigen: Ihm zufolge heißt die nächste Geräte-Generation von Microsoft schlicht „Xbox“ - ebenso wie die ursprüngliche Xbox von 2002, mit dem der Konzern erstmals Konsolen-Terrain betrat. „Series X“ dagegen ist scheinbar nur die Typenbezeichnung für das erste Modell der neuen Xbox-Familie, die man dann früher oder später - wie gehabt - durch neue Geräte-Varianten ergänzt.

Zugegeben: Ganz eindeutig ist das nicht - aber dass sich Microsoft mit Namensfindung und Vermarktung seiner Geräte manchmal schwertut, ist schließlich nichts Neues.

Wesentlich überzeugender war da schon die Software, die man im Gepäck hatte: Abgesehen von „Hellblade 2“, mit dem das jüngst eingekaufte englische Studio Ninja Theory seinen Indie-Hit von 2017 spektakulär fortsetzt, zeigte der Konzern einen kurzen Gameplay-Ausblick auf seinen Strategie-Knüller „Gears Tactics“: Das zwölf Jahre vor dem ersten „Gears of War“ angesiedelte Taktik-Scharmützel bedient das durch „X-Com“ wieder in Mode gekommene Genre der Zug-um-Zug-Strategie und wurde - das ist die Überraschung - vor allem für den PC entwickelt. Eine Konsolen-Fassung hat man aber immerhin angedeutet: Die würde aber (wenn überhaupt) erst merklich später kommen - nicht unwahrscheinlich also, dass die für den 28. April 2020 angekündigte Windows-Fassung Ende des Jahres von einer Xbox-Umsetzung ergänzt wird.

teleschau

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