Virtueller Streik

Wegen Haltung zu Trump-Beitrag: Facebook-Mitarbeiter sauer auf Mark Zuckerberg

Facebook-Mitarbeiter wenden sich beim Umgang mit Trump-Beiträgen gegen ihren Chef Mark Zuckerberg.
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Facebook-Mitarbeiter wenden sich beim Umgang mit Trump-Beiträgen gegen ihren Chef Mark Zuckerberg.

Die Facebook-Belegschaft wendet sich gegen ihren Chef: Zahlreiche Mitarbeiter des Unternehmens sind wegen Mark Zuckerbergs Haltung zu gewaltverherrlichenden Trump-Beiträgen sogar in eine Art virtuellen Streik getreten.

Wie die „New York Times“ berichtet, hätten zahlreiche Abwesenheitsbenachrichtigungen von Mitarbeitern Hinweise darauf enthalten, dass sie aus Protest nicht arbeiten würden.

Während die genaue Teilnehmerzahl unbekannt ist, rumort es wegen der Haltung des Konzern-Chefs zur freien Rede schon länger. So lehnt es Zuckerberg ab, wie zuletzt Twitter Beiträge des Präsidenten als gewaltverherrlichend zu kennzeichnen. Einer internen Umfrage zufolge sprachen sich über 1.000 Mitarbeiter gegen diese Haltung aus, nur 19 stimmten ihr zu.

Hunderte Angestellte hätten dem Bericht zufolge bereits ihren Unmut intern geäußert, etwa mit Kündigung gedroht und Petitionen gestartet. Wie es weiter heißt, habe ein Facebook-Mitarbeiter in einem internen Forum geschrieben: „Die hasserfüllte Rhetorik des US-Präsidenten, der Gewalt gegen schwarze Demonstranten befürwortet, rechtfertigt keine Verteidigung unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit.“ Die Person fordert Mark Zuckerberg daraufhin auf, die Beiträge des Präsidenten zu entfernen.

US-Präsident Donald Trump hatte vor einer Woche angesichts der Proteste auf Twitter und Facebook mit Gewalt gedroht und unter anderem geschrieben: „Wenn das Plündern beginnt, beginnt das Schießen.“ Twitter kennzeichnete daraufhin den Tweet als „gewaltverherrlichend“, während Facebook den Beitrag unkommentiert stehen ließ.

teleschau

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