Netflix Spieladaption

Verfilmung des Kult-Games „Dragon's Lair“: Ryan Reynolds wird zum Ritter Dirk

Der Spielhallenklassiker „Dragon&#39s Lair“ war ein interaktiver Animationsfilm. Dank Netflix soll eine Realverfilmung daraus werden.
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Der Spielhallenklassiker „Dragon's Lair“ war ein interaktiver Animationsfilm. Dank Netflix soll eine Realverfilmung daraus werden.

Ein Jahr voller zäher Verhandlungen liegen hinter Netflix, doch nun hat der Streaming-Gigant die Filmrechte an dem Videospiel-Klassiker „Dragon's Lair“ - und die Umsetzung des interaktiven Comic-Abenteuers nimmt Fahrt auf.

Wie „The Hollywood Reporter“ berichtet, soll Ryan Reynolds („Deadpool“) die Rolle des ebenso liebenswerten wie tollpatschigen Ritters Dirk the Daring übernehmen.

Es wäre nach „6 Underground“ und dem derzeit entstehenden Action-Film „Red Notice“ mit Gal Gadot und Dwayne Johnson die dritte Zusammenarbeit zwischen dem Kanadier und dem Streaming-Riesen - und sein zweiter Auftritt als Videospielfigur! Im Juli soll der Film „Free Guy“ in die Kinos kommen, in dem Reynolds dem Statisten in einem Online-Game verkörpert, der plötzlich nach Höherem strebt.

„Dragon's Lair“-Schöpfer Don Bluth ist an Bord

Wie im Original dreht sich auch in der „Dragon's Lair“-Verfilmung alles um die Rettung von Prinzessin Daphne aus den Klauen des Drachen Singe. Der Showdown dürfte, falls sich der Film auch in diesem Punkt an der Vorlage orientiert, im Schloss des Zauberers Mordroc stattfinden. Dabei dürften sich Ritter Dirk unzählige Monster und tödliche Fallen in den Weg stellen.

Schauspieler Ryan Reynolds soll darüber hinaus mit seiner Firma Maximum Effort an der Produktion beteiligt sein. Als Drehbuchautoren wurden Dan und Kevin Hageman verpflichtet, bekannt für „The Lego Movie“. Ebenfalls an Bord wird der geistige Vater von „Dragon's Lair“ sein: Der ehemalige Disney-Zeichner Don Bluth („In einem Land vor unserer Zeit“) hauchte seinerzeit mit seinen Animationen dem damals äußerst innovativen Projekt Leben ein, das sich als Wegbereiter für das Genre der interactive Movies herausstellen sollte.

Game Over am Fließband

„Dragon's Lair“ war 1983 der Hingucker schlechthin in Spielhallen. Dass das Game optisch mit einem Disney-Film mithalten konnte, war neben dem Animationsprofi Don Bluth auch der Laserdisc-Technik zu verdanken. Darauf fanden sich zahlreiche Sequenzen, die passend aneinandergereiht, ein echtes Abenteuer erzählten und trotzdem den Anschein wahrten, dass jeder Durchlauf neu sei.

Das Gameplay dagegen war an Einfachheit kaum zu überbieten: Es galt, im richtigen Moment den richtigen Knopf zu drücken, damit der Film fortschritt. Andernfalls wurde Ritter Dirk aufgespießt, flambiert oder gefressen. „Dragon's Lair“ auch ein Veteran der Quicktime-Sequenzen, die noch heute in bestimmten Momenten bei Spielen auftauchen.

Der Erfolg von „Dragon's Lair“ führte 1984 zu einer Zeichentrickserie und im Laufe der Jahrzehnte zu unzähligen Portierungen auf andere Plattformen, zuletzt 2019 für Nintendo Switch. Wann Netflix Nostalgiker mit dem Ergebnis beglücken wird, ist noch offen.

teleschau

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