Twitch-Bann

Twitch-Skandal: Top-„CS:GO“-Spieler gebannt, Hintergründe dubios

Oleksandr Kostyliev, bekannt als "s1mple" zählt zu den besten "CS:GO"-Spielern. Twitch bannte den E-Sport-Star.
+
Oleksandr Kostyliev, bekannt als „s1mple“ zählt zu den besten „CS:GO“-Spielern. Twitch bannte den E-Sport-Star.

Dass Twitch nicht davor zurückschreckt, selbst populäre Streamer wie Dr.

DisRespect zu bannen, ist kein Geheimnis mehr. Nun hat es Oleksandr Kostyliev getroffen: Der 22-jährige eSportler ist besser bekannt als „s1mple“ und zählt zu den besten „CS: GO“-Spielern der Welt. Übersetzt in die Welt des klassischen Sports ist der Eklat vergleichbar mit einem Rauswurf von Cristiano Ronaldo im Fußball oder Lewis Hamilton in der Formel 1.

Als „s1mple“ zockt der Ukrainer für das Team Natus Vincere. Wenn er nicht gerade mit seinem eSport-Clan Weltruhm ansammelt, nutzt die eSport-Ikone ihren legendären Ruf, um via Twitch-Streams Zuschauermassen zu erreichen. Neben „CS: GO“ zählen „Call Of Duty“ und „Valorant“ zu Kostylievs Favoriten. Bisweilen schauen rund 24.000 Gamer gleichzeitig zu, wenn der Profi zeigt, wie man auf Weltklasse-Niveau daddelt.

Umso bemerkenswerter, dass Twitch den radikalen Schritt der Verbannung wählte. Der Profi-Gamer hat für die Entscheidung nur Unverständnis und Häme übrig. „Twitch hat mich nicht über den spezifischen Grund für die Entscheidung informiert“, schreibt er auf Twitter. „Kräftiges Händeschütteln für all den Support in dieser schwierigen Zeit“, schiebt er nach. Der Satz ist ein Zitat, mit dem Oleksandr Kostyliev auf den populären Streamer Dr. Disrespect anspielt. Der hatte sich Ende Juni ebenfalls schockiert geäußert, dass Twitch ihn trotz seiner Popularität verbannte, ohne öffentlich nähere Gründe zu nennen.

Aller schlechten Dinge sind drei

Mit seinem letzten Satz disst „s1mple“ erneut den Streaming-Dienst: „Während ich meinen Bann genieße, können wir alle meine anderen Streams genießen - inklusive 'großartiger' Giveaways, die jeder 'einfach' gewinnen kann.“ Damit prangert er Scammer an, die Anfang des Jahres unter seinem Namen mit Fake-Accounts auf Sendung gingen. Ein Fake-Account schaffte es sogar an die Spitze der „CS: GO“-Kategorie auf Twitch.

So ärgerlich der Bann für den eSport-Profi auch sein mag: Langsam müsste er sich an den Ärger gewöhnen, denn es ist bereits der dritte. Das erste Mal flog er im August 2019 raus, weil er sich angeblich „hasserfüllt“ äußerte. Er verteidigte sein Verhalten als Frotzelei unter Freunden. Im November des gleichen Jahres wurde „s1mple“ erneut gebannt. Diesmal wegen eines russischen Schimpfwortes, das Twitch als „hasserfüllte Rede“ einstufte. Der „CS:GO“-Streamer wehrte sich, indem er Twitch mangelndes Verständnis für die russische Sprache und die ukrainische Kultur unterstellte.

Kein Einzelfall: Auch Oleksandr „s1mple“ Kostylievs Ex-Teamkamerad Danylo „Zeus“ Teslenko wurde ebenfalls bereits zum dritten Mal von Twitch verbannt.

teleschau

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare