Bekannte Pen-and-Paper-Vorlage

Treffpunkt Schwarzer Keiler: „Das Schwarze Auge“ wird zum Multiplayer-Rollenspiel

Offensichtlich von frühen „Ultima“-Spielen inspiriert: Die Charakter-Erschaffung läuft mithilfe von Spielkarten ab.
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Offensichtlich von frühen „Ultima“-Spielen inspiriert: Die Charakter-Erschaffung läuft mithilfe von Spielkarten ab.

„Das Schwarze Auge“ ist der erfolgreichste Rollenspiel-Export Deutschlands: Seit 35 Jahren ist das ursprünglich von Ulrich Kiesow entwickelte Spiele-Universum fester Bestandteil der einheimischen Pen-and-Paper-Szene, inzwischen liegt bei Fans die fünfte Auflage des Tabletop-Klassikers auf dem Tisch.

Damit ist „Das Schwarze Auge“ ähnlich langlebig wie der US-Klassiker „Dungeons & Dragons“, dessen Vorbild es ursprünglich folgte, nachdem „Schwarze Auge“-Schöpfer Kiesow die erste „D&D“-Auflage ins Deutsche übersetzt hatte.

Computerspiel-Umsetzungen der Materie gibt es inzwischen jede Menge - von den während der 90er-Jahre populären Heimcomputer-Umsetzungen aus dem deutschen Studio Attic bis hin zu den Strategie-Spielen sowie Point&Click-Adventures aus der Hamburger Adventure-Schmiede Daedalic. In „Demonicon“ ist die Fantasy-Welt Aventurien sogar Schauplatz eigenes Action-Rollenspiels.

Gemeinsames Erleben jetzt auch vor dem Bildschirm

Einen echten Multiplayer-Titel gab es jedoch nie. Ein Missstand, den das finnische Entwickler-Studio Random Potion mit seinem PC-Spiel „Book of Heroes“ beheben will: Hier ackern sich vorzugsweise mehrere Spieler gleichzeitig durch nach dem Zufallsprinzip generierte Missionen, während sie per Text-Chat oder Headset miteinander kommunizieren.

Zentrale Anlaufstelle der kurzweiligen Rollenspiel-Missionen soll die aus der Vorlage bekannte Taverne „Zum Schwarzen Keiler“ werden: Hier formieren die Spieler ihre Teams, verwalten die Start-Ausrüstung und erschaffen über ein Karten-System die heldenhaften Alter Egos, mit denen sie anschließend ins Abenteuer ziehen. Über eine an der Wand der Kaschemme hängende Karte bestimmt die Truppe schließlich, welche Missionen man gemeinsam in Angriff nehmen will.

Anschließend geht es in einer „Baldur's Gate“-verwandten Draufsicht durch standardisierte Aufträge ohne nennenswerte Geschichte, die aber durch ihre hübsche Aufmachung und kernige Gefechte punkten. Immerhin 20 Stunden Material sollen auf diese Weise in dem auf digitales Miteinander gebürsteten Rollenspiel schlummern, das der Entwickler noch in der ersten Jahreshälfte 2020 für PC veröffentlichen will.

teleschau

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