Wettberwerbsaufsicht

Streit um angeforderte Unterlagen: Facebook verklagt EU-Kommission

Facebook fühlt sich bei einer Wettbewerbsuntersuchung der EU-Kommission in seiner Privatsphäre verletzt und klagt.
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Facebook fühlt sich bei einer Wettbewerbsuntersuchung der EU-Kommission in seiner Privatsphäre verletzt und klagt.

Weil die Wettbewerbshüter zu viele Informationen angefordert hätten, hat Facebook die EU-Kommission verklagt.

Dies teilte das Unternehmen mit. Demnach habe die EU-Kommission für zwei Untersuchungen Unterlagen angefordert, die dafür nicht unbedingt nötig seien. Tim Lamb, ein Anwalt des Unternehmens, erklärte gegenüber der BBC, die „ungewöhnlich breite Natur der Forderungen der Kommission“ bedeute auch, dass man „hochsensible persönliche Informationen“ von Mitarbeitern übergeben müsse. Man kooperiere mit der Kommission und werde wohl „Hunderttausende Dokumente“ weitergeben, nicht aber „irrelevante Informationen“. „Wir denken, dass solche Anfragen ein Fall für die EU-Gerichte sind“, erklärte Lamb weiter.

Verschiedene Medien berichten unter Berufung auf einen Facebook-Sprecher, das soziale Netzwerk habe angeboten, Dokumente in einem sicheren Raum zur Ansicht vorzulegen, jedoch keine Kopien anzufertigen. Die Kommission, so heißt es, habe dies abgelehnt.

In den Untersuchungen der EU-Kommission wird geprüft, ob Facebook seine marktbeherrschende Stellung ausnutzt. Nach Angaben des Unternehmens seien bereits 315.000 Dokumente übergeben worden. Die „Financial Times“ berichtet, die Kommission habe weitere Dokumente angefordert, die unter anderem die Begriffe „not good for us“ und „shut down“ enthalten.

teleschau

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