So überraschend waren die „Game Awards 2018“

Spiele-Oscar-Verleihung

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„Bestes Spiel“, „beste Regie“ und „bestes Action-Adventure“: Das Anfang 2018 veröffentlichte „God of War“ war der große Sieger des Abends.

In Deutschland wurde gerade erst der Entwicklerpreis 2018 verliehen, in den USA waren die international gefeierten „Game Awards“ an der Reihe.

Die großen Gewinner des Abends waren „God of War“ und „Red Dead Redemption 2“: Ersteres wurde mit dem begehrten Preis für das „Spiel des Jahres“ ausgezeichnet, außerdem bekam das Team um Cory Barlog Trophäen für die beste Regie und das beste Action-Adventure. „Red Dead Redemption 2“ dagegen, das bisher als Favorit für die „Spiel des Jahres“Auszeichnung gehandelt wurde, hat die Jury für seine Story, seinen Soundtrack und das Audio-Design gekürt. Außerdem konnte sich Arthur-Morgan-Darsteller Roger Clark gegen andere Motion-Capture-Figuren wie Cassandra aus „Assassin's Creed: Odyssey“ durchsetzen.

Die Trophäe für das schönste Spiel ging allerdings nicht an einen Blockbuster, stattdessen darf sich „Papers, Please“-Macher Lucas Pope über diesen Preis freuen: Sein Indie-Game „Return of the Obra Dinn“ hat laut „Game Awards“-Juroren die „beste Art Directon“ 2018. Auf den Pokal für das beste Independent-Spiel musste er allerdings verzichten: In dieser Kategorie konnte sich das kanadische Jump&Run-Adventure „Celeste“ platzieren. Ebenfalls aus der Indie-Ecke kommt das stärkste Strategiespiel des Jahres: Die isometrischen Roboter-Schlachten aus „Into the Breach“ von „FTL“-Entwickler Subset Games haben 2018 das Taktik-Rennen gemacht.

Die Sparte „Renn- und Sportspiel“ wiederum hat ein Blockbuster für sich entschieden: Hier ist das PC- und Xbox-One-exklusive „Forza Horizon 4“ der Konkurrenz davongefahren. Überraschend war die Kür von „Dragon Ball FighterZ“ zum stärksten Kampfspiel des Jahres - ebenso wie in der Action-Disziplin, in der sich die „Metroidvania“-inspirierte Pixel-Schnetzelei „Dead Cells“ gegen Blockbuster wie „God of War“ durchsetzen konnte.

Etwas „wischiwaschi“ wurde es bei den artverwandten Kategorien „bestes eSports-Spiel“, „bester Multiplayer-Titel“ und „best ongoing game“ - was so viel bedeutet wie „bestes, sich weiterentwickelndes“ oder „andauerndes Spiel“, womit auf das Service-Modell der meisten Mehrspieler-Titel verwiesen wird: Hier haben sich „Overwatch“ und „Fortnite“ Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert, doch schließlich wurde der Blizzard-Titel zum eSports-Sieger, während sich Epics „Fortnite“ in den beiden anderen Kategorien durchsetzte.

Jede Menge Trailer

Wie für die Veranstaltung üblich, wurden zwischen den Preisverleihungen immer wieder Trailer zu neuen Spielen gezeigt. Die von vielen Nintendo-Fans herbeigesehnte „Metroid“-Ankündigung blieb zwar aus, dafür gab es das Switch-exklusive Marvel-Game „Ultimate Alliance 3“ zu sehen. Deutlich aufregender war da schon das von Rollenspiel-Profi Obsidian angekündigte „The Outer Worlds“, mit dem der „New Vegas“-Entwickler alte Science-Fiction-Filme zitiert und einen Hauch von „Fallout“-Flair versprüht. Das Spiel erscheint für PC, PS4 und Xbox One.

Postapokalyptisch wurde es außerdem in einem neuen „Rage 2“-Gameplay-Trailer und in dem überraschend aus dem Hut gezauberten Ego-Shooter „Far Cry: New Dawn“, mit dem Ubisoft an das nukleare Untergangs-Szenario von „Far Cry 5“ anknüpft. Noch brutaler war da höchstens ein Filmchen zu „Mortal Kombat 11“, in dem sich Donnergott Raiden mit Ninja Scorpion duelliert, um schließlich in blutigen Einzelteilen auf das Schlachtfeld zu regnen.

Weit weniger martialisch war ein Trailer zum neuen Titel des britischen „No Man's Sky“-Erfinder Hello Games: In „The Last Campfire“ bereisten knuffige Fantasy-Männlein eine melancholisch-herzige Comic-Welt. Ähnlich stilvoll war da nur das neue Spiel aus dem „Bastion“- und „Transistor“-Studio Supergiant: Deren Action-Rollenspiel „Hades“ ist in der griechischen Mythologie angesiedelt, wird wie seine geistigen Vorgänger von schräg oben bespielt und wieder mal von einem brummeligen Erzähler kommentiert.

teleschau

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