Hardware-Verkäufe

Sony verkauft über 110 Millionen PS4-Konsolen

Dank neuer Modelle wie der „PS4 Pro“ und sensationeller Exklusiv-Spiele immer noch erfolgreich: die PS4.
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Dank neuer Modelle wie der „PS4 Pro“ und sensationeller Exklusiv-Spiele immer noch erfolgreich: die PS4.

Trotz Corona-Krise läuft es offenbar noch immer gut für Sony: So hat der PlayStation-Hersteller bekannt gegeben, von seiner aktuellen Spiele-Hardware - der PS4 - im gerade abgelaufenen Quartal noch immer 1,5 Millionen Konsolen weltweit verkauft zu haben.

Letztes Jahr waren es im gleichen Zeitraum zwar noch 2,6 Millionen Geräte, aber im Jahr vor Veröffentlichung einer neuen Hardware - in diesem Fall die PS5 - läuft das Geschäft mit dem auslaufenden System klassisch schwächer.

Mittlerweile 51 Prozent des Spiele-Umsatzes erwirtschaftet Sony eigenen Angaben zufolge mit dem digitalen Verkauf von Games und entsprechenden Zusatz-Inhalten. 19 Prozent wiederum entfallen auf Hardware-Verkäufe, 17 Prozent auf die Abo-Dienste PlayStation Plus beziehungsweise PlayStation Now. Sieben Prozent macht das Zubehör aus und gerade mal sechs Prozent die klassischen Retail-Verkäufe - also der Handel mit „Boxed Versions“, wie man sie in Elektronik- und Fachläden bekommt. Der klassische physische Handel wird demnach auch im Konsolen-Bereich zunehmend abgehängt.

Außerdem können sich die Gesamt-Verkäufe der PS4 sehen lassen: Bisher hat Sony über 110,4 Millionen Exemplare weltweit abgesetzt. Damit liegt das märchenhafte Ergebnis der PS2-Generation (fast 158 Millionen Konsolen-Verkäufe) zwar noch immer in weiter Ferne, aber die PS2 wurde selbst nach Erscheinen des Nachfolge-Geräts PS3 jahrelang stabil weiterverkauft. Begünstigt wurde diese Entwicklung durch Party-Games wie „SingStar“ und den hohen Anschaffungspreis einer PS3-HD-TV-Kombi. Gerade letztere hatte viele Kunden dazu getrieben, den Kauf der neuen Konsole so lange wie möglich hinauszuzögern und stattdessen weiter auf dem alten SD-Fernseher zu spielen.

Preis-Strategie für die Next-Gen

Ob mit der PS4 ein ähnliches Kunststück gelingt, bleibt abzuwarten und dürfte unter anderem von dem Einführungspreis der PlayStation 5 abhängen: Je teurer die neue Hardware wird, desto wahrscheinlicher, dass noch immer Kunden zur PS4 greifen und sich so lange mit günstigen Spielen für das auslaufende System eindecken, bis eine PS5 erschwinglicher wird.

Bisher hat Sony noch keinen Hinweis zum PS5-Preis geliefert: Stattdessen vermuten Analysten, dass sich Sony und Microsoft noch einige Zeit gegenseitig „belauern“ werden, bis einer den ersten Schritt tut. In der Vergangenheit hat Sony immer wieder bis zu einer entsprechenden Bekanntgabe der Konkurrenz gewartet, um deren Preis dann dramatisch zu unterbieten. Sowohl SEGA als auch Microsoft wurden bereits Opfer dieser Sony-Strategie - darum hofft Microsoft wohl darauf, den „Spieß“ in diesem Jahr herumdrehen zu können.

teleschau

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