Nostalgie-Konsole

Der SNK-„Neo Geo Arcade Stick Pro“: Neues Retro-Gerät für Spielhallen-Fans

20 vorinstallierte Spiele, Anschluss-freudig und sogar mit programmierbaren Buttons ausgestattet: der „Neo Geo Arcade Stick Pro“ ist für begeisterte Kampfspiel- und Automaten-Fans das derzeit beste Eingabegerät.
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20 vorinstallierte Spiele, Anschluss-freudig und sogar mit programmierbaren Buttons ausgestattet: der „Neo Geo Arcade Stick Pro“ ist für begeisterte Kampfspiel- und Automaten-Fans das derzeit beste Eingabegerät.

Controller und Mini-Konsole in einem: Der „Neo Geo Arcade Stick Pro“ von SNK kommt mit 20 vorinstallierten Spielhallen-Klassikern und lässt sich außerdem mit anderen Konsolen nebst PC verbinden, um als stilechtes Eingabegerät zu glänzen.

Alte Technik schrumpfen und neu abfeiern: Das Geschäft mit Konsolen-Oldtimern als „Classic“-Miniatur boomt unverändert. Nachdem Automaten-Hersteller SNK zum 40. Geburtstag des Unternehmens das „Neo Geo Mini“ mit 40 vorinstallierten Arcade-Klassikern im launigen Spielautomaten-Design und passenderweise einem kleinen Handheld-LCD-Schirm nebst dazugehörigen Bedienelementen auf den Markt brachte, hat man jetzt nochmal nachgelegt: Der „Neo Geo Arcade Stick Pro“ ist - ähnlich wie Capcoms „Home Arcade“-Stick - eine Kombination aus Controller und Retro-Konsole.

Unter der hochwertig verarbeiteten Hülle eines klassischen Coin'Op-Controllers verbergen sich 20 vorinstallierte Spiele-Klassiker. Anders als beim „Neo Geo Mini“ präsentiert SNK dabei aber keinen bunten Genre-Querschnitt, sondern konzentriert sich ausschließlich auf prominente Kampfspielmarken. Neben fast allen „Samurai Showdown“- und „King of Fighters“-Spielen sind außerdem Ableger der „Fatal Fury“- und „Art of Fighting“-Reihen mit von der Partie, außerdem geben sich die humorigen Handkanten-Helden aus „World Heroes“ und „King of Monsters“ gegenseitig auf die Mütze. Angeblich sollen in dem Gerät noch 20 weitere Spiele schlummern, die vermutlich durch einen Cheat-Code aktiviert werden - aber der ist (noch) unbekannt.

Mehr als eine Mini-Konsole

Verarbeitung und Handhabung des Input-Geräts sind überragend, vor allem das befriedigende, satte Klicken der Stick-Mikroschalter begeistert Automaten- und Prügelspiel-Fans. Umso erfreulicher, das sich der Neo-Geo-Stick nicht auf die Benutzung mit den vorinstallierten Spielen beschränkt, sondern außerdem mit anderen Konsolen verbinden lässt. Dieses Feature kommt allerdings mit einer kleinen Einschränkung: Wer PS4, PS3 oder Nintendo Switch mit dem Stick verbandeln will, der braucht dafür erst den „Game Linq“-Adapter - und der ist mit 50 Euro nicht gerade günstig.

Auch in Richtung „Neo Geo Mini“ gibt sich der Konsolen-Stick, der sich trotz seiner Größe bequem auf dem Schoß jonglieren lässt, angenehm anschlussfreudig: Die vom Neo-Geo-Mini bekannten Gamepads lassen sich auf der Vorderseite einstöpseln, um auch Zweispieler-Vergnügen zu erlauben. Umgekehrt kann man ihn mithilfe eines beiliegenden Adapters mit dem Schrumpf-Neo-Geo verbinden, um Arcade-Oldtimer wie „Metal Slug“ oder „Last Resort“ noch stilechter zu beackern.

Ebenfalls positiv: Anders als das „Neo Geo Mini“ verfügt der Stick über einen „Pixel Perfect“-Modus, um die vorinstallierten Games auf den TV zu übertragen. Will heißen: Die Bitmap-Kämpfer huschen in knackscharfen, ungefilterten Bildern über die Mattscheibe und sind damit dem leider etwas unscharf geratenen TV-Bild des „Neo Geo Mini“ klar überlegen. Schade: Der „Neo Geo Arcade Stick Pro“ verfügt zwar über die bei Retro-Fans beliebte Scanline-Option, kombiniert diese aber automatisch mit einem seltsamen Bildfilter, der die abgebildeten Kombattanten wie gezeichnete Figuren erscheinen lassen soll.

Der Neo Geo Arcade Stick Pro ist mit 160 Euro zwar nicht gerade das günstigste Eingabe-Gerät, damit aber immer noch um die 60 Euro günstiger als der vergleichbare „Capcoms Home Arcade“-Stick, der ebenfalls eine Kombination aus Stick und Konsole darstellt, der sich aber (noch) nicht mit anderen Konsolen oder Computern verbinden lässt und für über 200 Euro ein in sich geschlossenes Ökosystem darstellt. Aktuell ist SNKs Input-Brett für Freunde von Retro-Kost die erste Controller-Wahl. Anders als Capcoms lässt sich SNK's Lösung nicht ins heimische LAN- oder Wifi-Netz einbinden, aber Firmware-Updates sollen über die USB-Schnittstelle erfolgen.

teleschau

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