Ende der Exklusivität?

PS4-Exklusivität auf Zeit: „Final Fantasy 7“ ab 2021 auch für anderen Konsolen

Ist nur während des ersten Jahrs PS4-exklusiv: das Remake von „Final Fantasy 7“.
+
Ist nur während des ersten Jahrs PS4-exklusiv: das Remake von „Final Fantasy 7“.

Zu den von Rollenspiel-Fans am meisten herbeigesehnten Spielen für das Jahr 2020 zählt - neben CD Projekts „Cyberpunk 2077“ - das Remake von Square Enix' Klassiker „Final Fantasy 7“: Die 1997 für die Ur-PlayStation veröffentlichte Geschichte um den wuschelhaarigen Cloud Strife und seinen Kampf gegen das berühmte Erz-Ekel Sephiroth gehört zu den ikonischsten Videospiel-Geschichten der letzten 25 Jahre.

Das Original des Spiels war seinerzeit maßgeblich dafür verantwortlich, dass Sonys PlayStation so erfolgreich wurde. Kein Wunder, dass Millionen Fans dem visuell auf modernen Grafik-Hochglanz polierten Remake schon seit Jahren entgegenfiebern - und sich dafür prompt eine PS4 kaufen würden, wenn sie noch keine hätten. Denn: Das für März 2020 angekündigte, neue „Final Fantasy 7“ erscheint exklusiv auf dem aktuellen Sony-System. Zumindest auf absehbare Zeit.

Jüngst wurde bekannt, dass die PS4-Exklusivität des Spiels auf ein Jahr beschränkt ist. Will heißen: Wer bis Anfang 2021 warten kann, der darf „FF 7“ dann auch auf Xbox, PC oder vielleicht sogar Google Stadia spielen. Je nachdem, für welche Plattformen und Dienste Square bis dahin Umsetzungen des Rollenspiels liefern will.

Multiplattform-Baseball

Auch abseits eines „Final Fantasy 7“ oder zum Beispiel „Death Stranding“, das nächstes Jahr immerhin auch für den PC kommt, scheint es Sony mit der PlayStation-Exklusivität nicht mehr so genau zu nehmen: Gerade erst hat der Konsolen- und Spiele-Hersteller den Lizenz-Vertrag mit seinem langjährigen Partner, dem US-Sportverband Major League Baseball (kurz: MLB), verlängert. Nur: Anstatt wie seit 1998 üblich die aus dem Lizenz-Deal hervorgehenden Baseball-Spiele der „MLB: The Show“-Reihe PlayStation-exklusiv zu veröffentlichen, will Sony ab 2021 auch andere Systeme beliefern.

Was den Hersteller dazu bewegt? Möglich wäre, dass Publisher wie Sony schon jetzt über die eventuell bevorstehende Streaming-Zukunft nachdenken, in der Plattformen wie Google Stadia die klassischen Konsolen-Systeme ersetzen könnten. Dann wären Spiele-Marken und ihre Plattform-übergreifende Verbreitung unter Umständen wichtiger als Geräte. Aber vielleicht hat der Baseball-Verband auch nur darauf gepocht, mehr Spiele verkaufen zu wollen - dafür müsste man die Marke öffnen, anstatt sie auf die PlayStation zu beschränken.

teleschau

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare