Premium-Games im Sinkflug: der deutsche Games-Markt 2015

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Aufsteiger und Absteiger: Klassische Verkaufs- oder "Premium"-Games wie Ubisofts Ego-Epos "FarCry Primal" dominieren noch immer den Markt, aber ihr Segment bröckelt. Aufsteiger sind mit Mikro-Transaktionen finanzierte "Free to Play"-Games wie "Elvenar" von InnoGames.

Der Spielemarkt wächst.

Angaben des Bundesverbands Interaktive Unterhaltungssoftware (kurz: BIU) und des Marktforschungs-Experten GfK zufolge konnte das Geschäft mit Computer- und Videogames 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 Prozent zulegen. Der Umsatz stiegt auf 2,81 Milliarden Euro. Rechnet man die abgesetzte Hardware aus dem Ergebnis heraus, ergibt sich noch immer ein Umsatz von 1,99 Milliarden Euro - 2014 waren es 1,92 Milliarden. Aber auch ein weiterer Trend ist klar ersichtlich: der Sinkflug der Premium-Games - jene Titel also, die für eine fixe Verkaufssumme über den realen oder digitalen Verkaufstisch gehen. Hier ist der Umsatz im Vergleich zu 2014 um 3,5 Prozent gesunken. Obwohl dieses Segment mit 1,21 Milliarden Euro Umsatz noch immer das stärkste darstellt, sind es doch die Freemium- oder "Free to Play"-Spiele, die sich nach wie vor im Aufwind befinden: Auf diesen Markt entfallen aktuell nur 562 Millionen Euro, dafür konnte er 2015 um ganze 18 Prozent zulegen. Zum ersten Mal in die Rechnung aufgenommen wurde das Geschäft mit "Hybrid Toys" beziehungsweise "Toys to Life"-Figuren: "Skylanders: Superchargers", "Disney Infinity 3.0" und "Lego Dimensions" spülten hierzulande im vergangenen Jahr über 72 Millionen Euro in die Herstellerkassen.

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