Smartphone-Tracking

PEPP-PT: Ist diese Technik die Lösung in der Corona-Krise?

Mit der Technik PEPP-PT sollen Nutzer DSGVO-konform darüber informiert werden, ob sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben.
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Mit der Technik PEPP-PT sollen Nutzer DSGVO-konform darüber informiert werden, ob sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben.

Immer wieder diskutieren Experten den Einsatz moderner Technik im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

China und Südkorea gelangen mit Smartphone-Apps große Erfolge bei der Eindämmung des Virus. Vor allem die chinesische Variante ist ein Datenschutz-Albtraum - in Deutschland undenkbar. Nun soll ein europäisches Projekt Abhilfe schaffen und zeigen: Tracking geht auch DSGVO-konform. Dazu entwickelt das Heinrich-Hertz-Institut derzeit gemeinsam mit dem Robert-Koch-Institut sowie diversen Einrichtungen und Unternehmen aus mehreren Ländern eine entsprechende Tracking-Lösung. Seit fünf Wochen arbeitet ein Team aus 130 Mitarbeitern schon an dem Projekt „Pepp-PT“.

Das Akronym steht dabei für „Pan European Privacy Protecting Proximity Tracing“ - auf Deutsch klingt das noch sperriger: „Paneuropäische Privatsphäre-schützende Nahbereichsverfolgung“. Das Ganze basiert auf Freiwilligkeit: Nutzer laden sich die App herunter, die Alarm schlägt, wenn man sich in der Nähe einer mit dem Coronavirus infizierten Person aufgehalten hat - also erst nach der Begegnung. Dies ist auch die einzige Information für den PEPP-PT-Nutzer. Natürlich müssen beide „Parteien“ das gleiche System nutzen. Weder gibt es Angaben über den Ort der Begegnung, noch über den Zeitpunkt. Chris Boos, Gründer des beteiligten Unternehmens, sagte dem „Spiegel“: „Wir erheben keine Standortdaten, keine Bewegungsprofile, keine Kontaktinformationen und keine identifizierbaren Merkmale der Endgeräte“.

Wie verschiedene Medien berichten, will das Robert-Koch-Institut eine Warn-App mit der PEPP-PT-Technik ab etwa Mitte April veröffentlichen.

teleschau

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