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Neuer Game Pass, eine digitale Xbox und freie Bahn für die E3: Microsoft dreht auf

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Die Xbox One S hat eine Schlankheitskur gemacht: Jetzt kommt sie ohne Bluray-Laufwerk und mit dem Namens-Anhängsel „All Digital“.

Was schon seit Monaten durch die Gerüchteküche geistert und unter Fans längst als Tatsache galt, wurde jetzt von Microsoft bestätigt: Der Konzern veröffentlicht am 7.

Mai ein neues Xbox-One-Modell. Das entspricht Performance-seitig dem bisherigen „S“-Typ, verzichtet allerdings auf ein Bluray-Laufwerk - stattdessen können Spiele für die „Xbox One S All Digital“ nur noch über das Internet erstanden und auf Festplatte geladen werden. Der Konzern selbst gibt an, die neue Ausführung sei ein Reaktion auf den „sich wandelnden Spielemarkt“. Allerdings darf bezweifelt werden, dass große Handelsketten großes Interesse daran haben, das Gerät in nennenswerten Stückzahlen in ihr Sortiment aufzunehmen: Händler verdienen klassisch nicht an den Geräten, sondern der Software. Von entsprechend geringem Interesse ist eine Konsole, für die man keine physische Medien mehr verkaufen kann.

Wie attraktiv das Paket für die Kunden ist, dürfte von der künftigen Preis-Entwicklung abhängig sein: Der offizielle Preis laut Hersteller beträgt 230 Euro - allerdings ist das normale S-Modell (mit Laufwerk) bei vielen Händlern schon für 200 Euro oder weniger zu haben. Auch das Spiele-Paket für die All-Digital-Variante ist nur mittelmäßig attraktiv: Neben „Sea of Thieves“ wird die Konsole von „Minecraft“ und dem schon recht betagten „Forza Horizon 3“ flankiert. Wenn man bedenkt, dass Microsoft schon seit Oktober 2018 den Nachfolger „Forza Horizon 4“ verkauft, dann ist das recht dünn.

Aus zwei mach eins: Xbox Game Pass Ultimate

Ähnlich zweischneidig ist die nächste Verlautbarung des Windows- und Xbox-Herstellers: So wurde angekündigt, später in diesem Jahr die beiden bekannten Service-Angebote „Xbox Live Gold“ sowie „Xbox Game Passe“ zusammenlegen zu wollen. Das neue Programm nennt sich „Xbox Game Pass Ultimate“ und soll 13 Euro kosten - damit wäre es sechs Euro günstiger als ein Parallel-Abo der beiden Dienste bisher kostet. Das für Multiplayer-Online-Spiele nötige „Xbox Live Gold“-Abo schlägt gewöhnlich mit zehn Euro im Monat zu Buche, die Spiele-Flatrate „Game Pass“ (mit einer Auswahl von knapp über hundert Xbox-Titeln) kommt auf neun Euro. Die Differenz von sechs Euro ist aber möglicherweise Augenwischerei: Viele Key-Seller bieten beide Dienste so günstig an, dass sie in Summe auf weniger als 13 Euro kommen.

Zuerst soll der ultimative Game Pass an Teilnehmern des Xbox-Insider-Programms getestet werden, die breite Einführung erfolgt eventuell erst gegen Jahresende. Weitere Neuigkeiten soll es auf der Spielemesse E3 im Juni geben - dort wird Microsoft ausnahmsweise der einzige Konsolen-Hersteller mit eigenem Programm sein. Während Nintendo nur ein schon vorher aufgenommenes Direct-Video zeigen will, bleibt Sony der Messe in diesem Jahr gleich komplett fern.

teleschau

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