Preis-Gala

Neue Kategorien und mehr Geld: Der „Deutsche Computerspielpreis“ wird umgebaut

Eine Veranstaltung voller peinlicher Klischees: Der „Deutsche Computerspielpreis 2019“ (im Bild Digital-Ministerin Dorothee Bär und Verkehrsminister Andreas Scheuer) geriet zur Lachnummer. 2020 soll die für Spiele-Entwickler und -Hersteller wichtige Gala besser werden.
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Eine Veranstaltung voller peinlicher Klischees: Der „Deutsche Computerspielpreis 2019“ (im Bild Digital-Ministerin Dorothee Bär und Verkehrsminister Andreas Scheuer) geriet zur Lachnummer. 2020 soll die für Spiele-Entwickler und -Hersteller wichtige Gala besser werden.

Mit stattlichen Preisgeldern gehört der „Deutsche Computerspielpreis“ zu den wichtigsten Fördermechanismen der einheimischen Spiele-Studios und Hersteller.

Umso entnervter reagierte das Gros der Branche im auslaufenden Jahr, weil die Preisverleihung Anfang 2019 zur teilweise peinlichen Image-Show für die geladenen Influencer, Moderatoren und Politiker geriet, während die Leistung der eigentlichen Preisträger immer weiter in den Hintergrund trat.

Das wird sich bei der nächsten Verleihung ändern, sagt zumindest der deutsche Branchen-Verband „game“. Auch die Show selbst soll sich weiter entwickeln: Gleich mehrere neue Preiskategorien wird es beim „Deutschen Computerspielpreis 2020“ geben - darunter eine Auszeichnung für das „beste Studio“, außerdem sollen erstmals die „Spielerin“ oder der „Spieler des Jahres“ belohnt werden. Ebenfalls neu sind das „beste Expertenspiel“, während sich „Nachwuchspreis Konzept“ und „Nachwuchspreis Prototyp“ in „bestes Debüt“ beziehungsweise „bester Prototyp“ verwandeln. Außerdem hat man die Kategorie „Beste Innovation und Technologie“ erweitert.

Der „Deutschen Computerspielpreis 2020“ soll am 27. April 2020 in München stattfinden, verliehen werden Preisgelder in einer Gesamthöhe von 590.000 Euro. Verkehrsminister Andreas Scheuer, dem die Digitalsparte nach wie vor untersteht, ließ es sich nicht nehmen, im Zuge dieser Ankündigung noch mal auf die Gesamthöhe der Fördersumme zu verweisen, von der die deutsche Games-Branche während der kommenden Jahre profitieren wird. Bis vor Kurzem war nicht einmal klar, ob es überhaupt noch mal Gelder für das einheimische Games-Business geben würde. Abgesehen von 250 Millionen Gesamtförderung bis 2023 hat der deutsche Bundestag für die Computerspiel-Preisverleihung zusätzliche 1,4 Millionen Euro locker gemacht.

teleschau

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