Nasa-Mission „Mars 2020“

So kann man den eigenen Namen zum Mars schicken

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Der „Mars 2020“-Rover soll die Namen von Menschen zum Mars mitnehmen. (Künstlerische Darstellung)

Bis die ersten Menschen auf dem Mars landen, dauert es noch viele Jahre. Den eigenen Namen kann man jedoch schon einmal vorausschicken.

Aktualisierung vom 27.5.: In weniger als 48 Stunden wurden bereits mehr als 2,6 Millionen Namen eingetragen, die mit dem Rover „Mars 2020“ zum roten Planeten fliegen sollen. Die meisten Teilnehmer kommen bisher aus der Türkei, schreibt das Jet Propulsion Laboratory der Nasa.

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Artikel vom 23.5.: Auf dem Mars landen und den roten Planeten erkunden - bis es für die ersten Menschen so weit ist, dauert es noch viele Jahre. Wer jedoch schon einmal seinen Namen vorausschicken möchte, dem kann geholfen werden: Die US-Raumfahrtorganisation Nasa bietet Interessierten die Möglichkeit, ihren Namen mit dem „Mars 2020“-Rover auf den roten Planeten zu schicken.

Alle eingereichten Namen sollen auf einen Silikonchip geschrieben werden, der im kommenden Jahr mit dem „Mars 2020“-Rover zum roten Planeten aufbrechen wird. Der Rover soll frühestens im Juli 2020 starten und im Februar 2021 auf dem Mars landen. „Mars 2020“ wiegt etwa eine Tonne und soll auf dem Mars nach vergangenem mikrobiellem Leben suchen. Außerdem soll der Rover Klima und Geologie des Mars untersuchen und Proben sammeln, die später auf die Erde gebracht werden sollen.

Mars-Mission „Insight“ hat zwei Millionen Namen im Gepäck

Von der Erforschung des Mars erhoffen sich die Wissenschaftler neue Informationen über die Entstehung des Mars. Zuletzt hatte die Nasa den Lander „InSight“ zum roten Planeten geschickt. Er ist Ende 2018 gelandet und erforscht unter anderem Beben auf dem Mars. Seine Forschung soll Wissenschaftlern helfen, herauszufinden, wie Gesteinsplaneten wie die Erde und der Mars sich entwickelt haben.

Auch „InSight“ hatte Namen im Gepäck: Mehr als zwei Millionen Menschen schickten ihre Namen mit der Mission zum Mars - und erhielten dafür nach Angaben der Nasa neben einem „Boarding-Pass“ auch etwa 500 Millionen „Frequent Flyer“-Kilometer. Ähnlich soll es auch bei „Mars 2020“ laufen: Bis 30. September können Interessierte ihre Namen eintragen und sich ihren „Boarding-Pass“ herunterladen.

Auch andere Nasa-Missionen haben bereits Namen ins All befördert: Alleine die Sonnen-Sonde „Parker Solar Probe“, die 2018 gestartet ist und mittlerweile die Sonne erforscht, hat mehr als 1,1 Millionen Namen dabei. Die Mission „OSIRIS-REx“, die den Asteroiden Bennu erforscht und Proben zur Erde zurückbringen soll, hat die Namen von 440.000 Unterstützern an Bord.

Von Tanja Banner

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