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Nach Protest wegen mangelndem Coronavirus-Schutz: Amazon feuert US-Mitarbeiter

Amazon-Mitarbeiter in den USA werfen ihrem Arbeitgeber vor, sie nicht ausreichend vor dem Coronavirus zu schützen. (Archivbild)
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Amazon-Mitarbeiter in den USA werfen ihrem Arbeitgeber vor, sie nicht ausreichend vor dem Coronavirus zu schützen. (Archivbild)

Amazon hat in den USA einen Mitarbeiter entlassen, der gegen den aus seiner Sicht mangelnden Coronavirus-Schutz in einem Logistikzentrum des Unternehmens protestiert hatte.

Zusammen mit mehreren Dutzend Kollegen hatte der Mitarbteiter vor einem Amazon-Lager demonstriert und die Schließung und Desinfektion des Gebäudes gefordert. Zuvor war ein Angestellter positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden.

Amazon reagierte prompt - und feuerte den vermeintlichen Rädelsführer Christan Smalls, immerhin Assistent der Geschäftsleitung des Lagers. Man habe „extreme“ Maßnahmen getroffen, um die Mitarbeiter zu schützen. Smalls hatte auf Twitter geschrieben, „Tausende“ Mitarbeiter von Amazon würden sich in Gebäuden des Konzerns mit dem Virus anstecken. Dem TV-Sender CNBC sagte er vor den Protesten: „Da das Gebäude sich nicht von selbst schließen wird, müssen wir Amazon zum Handeln zwingen.“

Amazon begründete den Rauswurf Smalls mit der Teilnahme an der Demonstration, wenngleich er zuvor zur häuslichen Quarantäne aufgefordert worden sei. Demnach hätte Smalls andere Demonstranten gefährdet. Ob das stimmt, blieb zunächst unklar.

Allerdings musste Amazon schon kurz nach Bekanntwerden der Entlassung heftige Kritik einstecken. Immerhin verzeichnet der Online-Riese durch die Schließung vieler Einzelhändler ein rasantes Wachstum an Bestellungen. Die Generalstaatsanwältin des Staates New York etwa bezeichnete das Vorgehen von Amazon als „schändlich“ und kündigte die Prüfung rechtlicher Schritte an.

teleschau

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