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Halbschatten-Mondfinsternis: So sehen Sie die Mofi heute in Deutschland

Die letzte aus Deutschland sichtbare Mondfinsternis des Jahres heute ist eine Halbschatten-Finsternis. So sehen Sie die Mofi in Deutschland.

  • Heute findet die letzte aus Deutschland sichtbare Mondfinsternis des Jahres 2020 statt 
  • Es handelt sich dabei um eine so genannte Halbschatten-Finsternis
  • Mit bloßem Auge ist diese Mondfinsternis nur schwer zu erkennen - aber es ist möglich

Der Vollmond, der am Freitag, den 5. Juni 2020 aufgeht, unterscheidet sich von den meisten anderen Vollmonden des Jahres - doch das wird mit bloßem Auge kaum jemand sehen: Er ist beim Mondaufgang gegen 21.15 Uhr (die Uhrzeit variiert je nach Beobachtungsort um einige Minuten) bereits in den Halbschatten der Erde eingetaucht - am 5. Juni findet nämlich die zweite und letzte Halbschatten-Mondfinsternis des Jahres 2020 statt. Zuletzt konnte man das Phänomen einer Halbschatten-Mondfinsternis von Deutschland aus im Januar 2020 bewundern.

Halbschatten-Mondfinsternis heute: Mit bloßem Auge kaum zu erkennen

Damals stellten viele Beobachter bereits fest: Eine Halbschattenfinsternis des Mondes kann man mit bloßem Auge kaum sehen. Schaut man genau hin oder kennt den Mond durch regelmäßige Beobachtungen gut, kann man möglicherweise eine leichte Abschattung erkennen.

Der Vollmond am 5. Juni taucht um 19.45 Uhr - also etwa eineinhalb Stunden vor Mondaufgang - in den Halbschatten der Erde ein. Auch das ist ein Grund, warum man die Halbschatten-Mondfinsternis eher nicht wahrnehmen wird: Der Vorher-Nachher-Vergleich ist schwierig, außerdem ist es noch relativ hell.

Zeitplan für die Halbschatten-Mondfinsternis am heute

Bereits kurz nach Mondaufgang ist die Mitte der Mondfinsternis erreicht: Um 21.25 Uhr befindet sich der Mond mit etwas mehr als der Hälfte der Fläche seines scheinbaren Durchmessers (etwa 59 Prozent) im Halbschatten der Erde. Aus dem Halbschatten tritt der Mond um 23.04 Uhr wieder vollständig aus.

  • Beginn der Halbschatten-Mondfinsternis: 19:45 Uhr (nicht sichtbar)
  • Mondaufgang in Frankfurt: 21.17 Uhr
  • Sonnenuntergang in Frankfurt: 21.30 Uhr
  • Höhepunkt der Halbschatten-Mondfinsternis: 21.24 Uhr (sichtbar)
  • Ende der Halbschatten-Mondfinsternis: 23.04 Uhr (sichtbar)

So beobachtet man die Halbschatten-Mondfinsternis heute

Wer trotz der schlechten Wahrnehmung der Verfinsterung einen Blick riskieren will, braucht dazu keine besondere Ausrüstung: Den Mond sieht man selbstverständlich mit bloßem Auge, man benötigt - im Gegensatz zur Beobachtung einer Sonnenfinsternis - auch keine Schutzausrüstung. Allerdings bietet sich bei Mondbeobachtungen immer auch die Nutzung eines Fernglases oder Teleskops an, mit dem man deutlich mehr Details auf dem Mond erkennen kann.

Der Mond geht am 5. Juni 2020 im Südosten auf und steigt nach Süden am Himmel nach oben. Allerdings ist er während der kompletten Halbschattenfinsternis verhältnismäßig tief über dem Horizont zu sehen, was die Beobachtung erschweren dürfte. Deshalb ist es empfehlenswert, einen Beobachtungsort mit freiem Blick nach Südosten zu finden - alternativ tut es auch ein hochgelegener Beobachtungsplatz.

Was passiert bei einer (Halbschatten-)Mondfinsternis?

Doch was passiert eigentlich bei einer (Halbschatten-)Mondfinsternis? Die Erde steht zwischen Sonne und Mond. In dieser Konstellation strahlt die Sonne die Erde an, deren Schatten auf den Mond fällt. Zieht der Mond durch den Kernschatten der Erde, findet eine Mondfinsternis statt und der Mond verfinstert sich.

Bei einer totalen Mondfinsternis entsteht sogar ein so genannter „Blutmond“*, der Mond leuchtet dabei rötlich. Zieht der Mond nur durch den Halbschatten der Erde, legt sich ein leichter, grauer und kaum wahrnehmbarer Schatten über den Erdtrabanten - er wird also nicht komplett verfinstert.

Warten auf die nächste Mondfinsternis - erst 2022 ist es wieder soweit

In den vergangenen Jahren gab es in Deutschland einige Mondfinsternisse zu beobachten - unter anderem die längste totale Mondfinsternis des Jahrhunderts am 27. Juli 2018*. Die letzte totale Mondfinsternis für eine lange Zeit konnte man im Januar 2019 sehen. Die letzte partielle Mondfinsternis in Deutschland konnte man im Juli 2019 verfolgen.

2020 gibt es noch zwei weitere Mondfinsternisse: Am 5. Juli sind allerdings die Beobachtungsbedingungen schlecht - die Mondfinsternis beginnt kurz vor dem Untergang des Mondes. Die Mondfinsternis im November ist von Deutschland aus überhaupt nicht zu sehen.

Nun heißt es warten: Erst am 16. Mai 2022 gibt es wieder eine totale Mondfinsternis, die man von Deutschland aus sehen kann - allerdings geht der Mond während der Finsternis unter. Erst am 28. Oktober 2023 ist in Deutschland wieder eine partielle Mondfinsternis zu sehen.

Von Tanja Banner

*fr.de ist Teil der bundesweiten Ippen-Digital-Zentralredaktion.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Henning Kaiser/dpa

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