Neue Konsolen-Generation

Microsoft und Sony setzen auf Abwärtskompatibilität

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Der Mangel an hochwertigen Exklusivspielen wie „Forza Horizon 4“ hat bei der aktuellen Konsolen-Generation dafür gesorgt, dass Microsofts Xbox One der PS4 von Sony unterlag. Darum hat Microsoft kürzlich eine ganze Reihe vielversprechender Entwickler-Studios gekauft, die jetzt exklusiv für Xbox und Windows entwickeln sollen. Nur: Bis die Gaming-Hits fertig sind, vergeht viel Zeit.

Das nächste Games-Jahr dürfte vor allem im Zeichen der kommenden Konsolen-Generation stehen, denn für Ende 2020 sind mit PlayStation 5 und Xbox Scarlett gleich zwei neue Geräte angekündigt - ein Szenario, das Erinnerungen an Ende 2013 weckt.

Damals standen sich PS4 und Xbox One gegenüber. Wegen strategischer Fehler von Microsoft zeichnete sich schnell ein Sieg der PlayStation4 ab, die sich bis heute über 100 Millionen Mal verkauft hat.

Aber diesmal geht man in Redmond offenbar besser gerüstet ins Duell der Games-Giganten: Nicht nur, dass sich die neue Xbox und PlayStation technisch nahezu ebenbürtig sein sollen. Obendrein setzen beide Hersteller auf Abwärtskompatibilität zu den Vorgänger-Systemen, um vom Start weg eine große Software-Bibliothek anbieten zu können.

Zu den größten Problemen neuer Konsolen-Generationen zählt nämlich der anfangs viel zu kleine Software-Katalog, was viele potenzielle Interessenten erst viel später zum neuen System-Flaggschiff greifen lässt. So wirbt Microsoft bei einem Interview mit „GamesRadar“ mit einem besonders großen Start-Lineup - und das ginge nicht nur auf das Konto jüngst eingekaufter Spiele-Studios wie Obsidian oder Ninja Theory, sondern läge außerdem an der Abwärtskompatibilität von „Project Scarlett“. Die soll gewährleisten, dass Gamer zu Beginn der neuen Hardware-Generation genug zu tun haben - immerhin sollen außer Games für Xbox One und Xbox 360 sogar jene für die allererste Xbox-Konsole spielbar sein.

Wie weit das entsprechende Abwärts-Feature auf der PS5 gehen wird, ist dagegen noch unklar: Während das Spielen von PS4- und PS3-Titeln auf dem PS4-Nachfolger eine ziemlich sichere Sache zu sein scheint, ist noch fraglich, ob das Gleiche für PS2- und PS1-Games gilt. Deren Standard-mäßige Emulation dürfte sich vermutlich komplizierter gestalten.

teleschau

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