Original von „Larry“ bei eBay: Hat Erfinder Al Lowe Geldsorgen?

Leisure Suit Larry

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Hat 1987 durch seine freizügigen Bilder und den schlüpfrigen Humor für Aufsehen gesorgt: Al Lowes Grafik-Adventure „Leisure Suit Larry in the Land of the Lounge Lizards“.

Hat „Larry“-Erfinder Al Lowe Geldsorgen? Der ehemalige Sierra-Mitarbeiter und Adventure-Entwickler verkauft derzeit Original-Disketten von Spiele-Titeln wie den ersten beiden „Larry“-Adventures auf der Online-Plattform ebay.

Obwohl Lowe ausdrücklich darauf hinweist, den Zustand der teilweise mehr als 30 Jahre alten Daten nicht überprüft zu haben, läuft die Auktion glänzend: Um die 10.000 Dollar bieten offensichtlich betuchte Fans, um Spiele wie „Leisure Suit Larry in the Land of the Lounge Lizards“ oder das weniger bekannte „Bop-A-Beat“ in die Finger zu kriegen. Für die Zeit danach plant Lowe den Verkauf weiterer Disketten und die sollen den Code zu Titeln wie „Police Quest“ oder „King's Quest 3“ bergen - allesamt Genre-Klassiker, bei deren Entwicklung Lowe entweder federführend oder an der zumindest beteiligt war.

Die dafür nötige Game-Engine „AGI“ (kurz für „Adventure Game Interpreter“) befindet sich Lowe zufolge nicht auf den Speichermedien. Dafür wären die Anmerkungen im Programm-Code fast genauso lustig wie die Spiele selber. Weiterhin weist der bekannte Entwickler darauf hin, dass man durch den Erwerb der Disks keine Lizenz an den Produkten erwerben würde - es handelt sich also lediglich um Sammler-Artefakte.

Warum verkauft Lowe seine Schätze?

Aber warum trennt sich Lowe eigentlich von seinen Schätzen? Auf diese Frage entgegnet der Adventure-Altmeister nur, dass seine Kinder an „dem alten Krempel“ kein Interesse hätten. Und immerhin zählt Lowe schon stolze 74 Lenze: Ein Alter, in dem es nicht unüblich ist, sich von angehäuften Besitztümern zu trennen. Dass Lowe die Einnahmen zwingend benötigt, ist dagegen unwahrscheinlich: Das Vermögen des Entwicklers wird mit rund zwölf Millionen US-Dollar geschätzt.

Die „Larry“-Reihe ist erst kürzlich wieder aus der Versenkung aufgetaucht: Der deutsche Publisher Assemble hat dem Flirt-wütigen Adventure-Helden mit „Wet Dreams Don't Die“ zu einem von der Kritiker gelobten Neuauftritt verholfen.

teleschau

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