Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Rio 2016

Kräftemessen der Maskottchen

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Marios und Sonics Jagd nach olympischen Medaillen geht in die nächste Runde - und die beiden Maskottchen legen einen echten Frühstart hin! Bereits am 8. April fiel für 3DS-Besitzer der Startschuss im virtuellen Rio.

Sega und Nintendo verkürzen mit ihrem Game "Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Rio 2016" die Wartezeit auf die "echten" Spiele.

Die Countdown-Clock in Rio tickt. In knapp vier Monaten finden in der brasilianischen Metropole die 31. Olympischen Sommerspiele (5. bis 21. August) statt. Doch so lange wollen Nintendo und Sega nicht warten und legen einen echten Frühstart hin. Schon jetzt gehen ihre Maskottchen Mario und Sonic auf virtuelle Medaillenjagd - vorerst auf dem 3DS. Ab 26. Juni brennt das olympische Feuer auch auf der Wii U.

Die Idee, die beiden bekanntesten Ikonen und ältesten Rivalen der Videospielhistorie im höchsten sportlichen Wettkampf aufeinandertreffen zu lassen, hat sich für Nintendo und Sega bezahlt gemacht: Weit über 25 Millionen Mal wurden die bislang veröffentlichten Spiele zu den Spielen in Peking, Vancouver, London und Sotschi verkauft. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an den Rio-Ausflug.

Jedes der beiden Traditionsunternehmen schickt über 20 Helden und Schurken ins Rennen um die Medaillen. Und davon gibt es eine Menge zu holen. Insgesamt 14 offizielle Disziplinen stehen zur Auswahl - nur ein Drittel davon ist in der klassischen Leichtathletik angesiedelt: Weitsprung, 100 Meter Sprint, Hürdenlauf und Speerwerfen. Dazu gesellen sich zahlreiche Exoten wie Boxen, BMX, Bogenschießen, Fußball und der 112-jährige Olympia-Abstinenzler Golf.

Klar, dass es ein tumber Kraftmeier wie Bowser bei der rhythmischen Sportgymnastik etwas schwerer hat als Prinzessin Peach. Dafür hat der Dino einen gewaltigen Bums, der sowohl beim Fußball als auch beim Beachvolleyball zum Einsatz kommt. Wer will kann aber auch mit dem eigenen Mii-Avatar antreten und diesen mit freigeschalteten Kleidungsstücken für die jeweiligen Wettbewerbe optimieren.

Darüber hinaus stehen 14 abgefahrene "Plus"-Wettbewerbe auf dem Programm, die zwar wenig regelkonform, dafür aber ungemein unterhaltsam sind. Beim Reiten sieht man sich plötzlich mit beweglichen Hindernissen konfrontiert, beim Boxen darf man zu fiesen Power Ups greifen, um den Gegner auf die Bretter zu schicken. Und beim Schwimmen verursachen herabfallende Steinblöcke gefährliche Strömungen und hilfreiche Wellen zum Surfen ...

Natürlich lassen sich all die charmanten inszenierten Wettbewerbe im Alleingang in einem netten Story Modus bestreiten, wo man jeweils eine Woche lang für Team Mario oder Team Sonic antritt und nebenbei nicht nur mysteriösen Machenschaften in Rio auf die Schlichte kommt, sondern auch kleine Trainings in Mini-Spielform entdeckt. Doch "Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Rio 2016" läuft erst in geselliger Runde zu Höchstform auf. Dank Download-Spiel-Funktion kann man temporär sogar gegen Freunde antreten, die das Modul gar nicht gekauft haben. Direkte Online-Duelle gibt es leider keine - stattdessen muss man mit weltweiten Bestenlisten vorlieb nehmen.

Grafisch ist das sportliche Treiben hübsch bunt, wenngleich nicht sonderlich berauschend umgesetzt. Zum virtuellen Rio-Sightseeing gibt's das übliche Gesäusel der Charaktere und mitreißende Samba-Klänge. Was zählt, ist jedoch die Steuerung. Und die funktioniert in den meisten Fällen tadellos. Das Kippen und Neigen der Konsole sowie das Kreiseln des Analogsticks und der Einsatz des Pens auf dem Touchscreen ist leicht zu erlernen und dürfte selbst Gelegenheitsspieler nicht überfordern. Das Raffinierte an der Steuerung sind jedoch die subtilen Details, die oft den Unterschied zwischen Podium oder dem "Nur dabei sein" machen.

Fazit: "Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Rio 2016" ist ein ebenso familientaugliches wie spaßiges Sportspiel, bei dem es in erster Linie auf das richtige Timing, Reaktionsvermögen und Taktgefühl ankommt - und Spuren hinterlässt. Auf dem 3DS bei allzu ungestümer Herangehensweise und beim Spieler, der trotz körperlichem Minimaleinsatz bei manchen Disziplinen ganz schön ins Schwitzen geraten kann.

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