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Kein Rückgaberecht bei Vorbestellungen? Verbraucherschutz rüffelt Nintendo

Lang erwartete Spiele-Highlights wie das erste Switch-„Pokémon“ werden von Kunden gerne vorbestellt. Leider können die Vorbestellungen im eShop nicht mehr storniert werden. Dafür gibt&#39s jetzt einen Rüffel vom Verbraucherschutz.
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Lang erwartete Spiele-Highlights wie das erste Switch-„Pokémon“ werden von Kunden gerne vorbestellt. Leider können die Vorbestellungen im eShop nicht mehr storniert werden. Dafür gibt's jetzt einen Rüffel vom Verbraucherschutz.

Das sehnlichst erwartete Switch-Spiel stellt sich bei ersten Tests der Fachpresse als Spaßbremse heraus? Dann schnell die Vorbestellung stornieren! In Nintendos Switch-eShop ist das aber bislang gar nicht möglich.

Der Hersteller verweigert die Rückabwicklung. Für die norwegische Verbraucherschutz-Zentrale ist das ein Problem, denn das fehlende Widerrufsrecht verstößt gegen geltendes EU-Recht. Nun ist das skandinavische Land zwar kein Mitglied der EU - allerdings zählt Norwegen zum europäischen Wirtschaftsraum, darum gelten die Verbraucherrichtlinien der Europäischen Union auch dort.

Tatsächlich befasst man sich aktuell vor allem in Deutschland mit der entsprechenden Beschwerde der norwegischen Behörde, denn das europäische Hauptquartier von Nintendo befindet sich in Frankfurt. Obwohl die Rechtslage an sich eindeutig ist, hat der Hersteller bisher keine Einsicht signalisiert. Vielmehr argumentiert man, dass der Kaufvertrag beim Herunterladen des Spiels abgeschlossen wird und nicht erst, wenn das Spiel nutzbar ist. Dadurch startet die Widerrufszeit mit der Vorbestellung und nicht mit der Verfügbarkeit. Ob das rechtens ist, soll nun das Berliner Landesgericht klären. Weil von dort aber vor Ende 2019 keine Entscheidung zu erwarten ist, wird Nintendo seine eShop-Richtlinien vorerst kaum ändern.

teleschau

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