Folding@Home

Kampf gegen COVID-19: Privat-PCs bilden leistungsstärksten Supercomputer der Welt

Teilnehmer der DreamHack Leipzig 2019: Zahllose Gamer - vor allem deren Beschleunigerkarten - helfen derzeit beim Kampf gegen das Coronavirus.
+
Teilnehmer der DreamHack Leipzig 2019: Zahllose Gamer - vor allem deren Beschleunigerkarten - helfen derzeit beim Kampf gegen das Coronavirus.

Die ersten Ergebnisse im Kampf gegen Corona sind schon da: Das Projekt „Folding@Home“ bündelte die Leistung zahlloser privater Heimcomputer zu insgesamt 474 Petaflops in der Spitze - das sind 474 Billiarden Rechenoperationen in der Sekunde.

Somit wurde nach dem Prinzip des „Distributed Computing“ mehr Rechenleistung zur Verfügung gestellt, als die schnellsten sieben Supercomputer der Welt zusammen.

Um Krankheiten besser zu verstehen und Therapien zu entwickeln, braucht es enorme Rechenleistung. Angesichts der globalen Corona-Pandemie kann es davon derzeit nicht genug geben - hier zeigt sich die Stärke von Folding@Home: In den vergangen Wochen folgten Hunderttausende einem Aufruf von Wissenschaftlern, sich an dem Projekt zu beteiligen - so kam die gigantische Spitzenleistung am Mittag des 23. März erst zustande.

Folding@Home nutzt auch sonst von Privatanwendern zur Verfügung gestellte Rechenleistung für die Erforschung von Krankheiten wie etwa Krebs oder Parkinson - die Infrastruktur für die verteilten Rechenaufgaben war also bereits vorhanden. Dem Aufruf folgten so viele Privatnutzer, dass die Wissenschaftler nicht mehr hinterherkamen, ausreichend Rechenaufgaben für CPUs und Grafikbeschleuniger zu liefern. Mithilfe der Rechenleistung von Folding@Home ist es den Forschern bereits gelungen, SARS-Cov-2 besser zu verstehen.

teleschau

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare