Verschwörungstheorien

Im Kampf gegen Verschwörung: Facebook löscht zahlreiche Inhalte der QAnon-Bewegung

Nach Twitter hat nun auch Facebook zahlreiche Inhalte der QAnon-Bewegung gelöscht.
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Nach Twitter hat nun auch Facebook zahlreiche Inhalte der QAnon-Bewegung gelöscht.

Vor einem Monat hatte bereits der Nachrichtendienst Twitter tausende Accounts gelöscht, die in Verbindung mit der QAnon-Bewegung stehen.

Nun geht auch das soziale Netzwerk Facebook verstärkt gegen verschwörungstheoretische Ansätze vor. Es wurden mehrere Inhalte gelöscht, die in Bezug zu der Verschwörungstheorien-Bewegung stehen - darunter zahlreiche Konten, Seiten und Gruppen. Wie das US-amerikanische Hörfunk- und Fernsehnetzwerk NBC berichtete, seien etwa 900 Seiten und Gruppen sowie 1.500 Anzeigen entfernt worden. Außerdem wurden fast 2.000 Facebook-Gruppen sowie 10.000 Instagram-Accounts eingeschränkt, die ebenfalls Verschwörungstheorien verbreiteten.

Mit der Löschung wolle Facebook erreichen, dass „gewalttätige Rhetorik im Zusammenhang mit QAnon, politischen Milizen und Protestgruppen wie der Antifa“ eingeschränkt werden. Auch in Zukunft sollen Inhalte oder Nutzer gesperrt werden: „Seiten, Gruppen und Instagram-Posts, die mit diesen Bewegungen und Organisationen in Verbindung stehen, werden entfernt, wenn sie über potenzielle Gewalt sprechen“, heißt es.

„Wir glauben nicht, dass dies in einer Woche keine Diskussion sein wird“

Außerdem sollen Inhalte in Bezug auf QAnon in den Nachrichten-Feeds der Nutzer und in den Suchmaschinen von Facebook und Instagram weniger erscheinen und nicht mehr empfohlen werden. Allerdings liegt hier wohl noch jede Menge Arbeit vor Facebook. Wie ein Sprecher erklärte, seien noch lange nicht alle Seiten und Nutzer erfasst, die sie einschränken wollen. „Wir wissen zu 100 Prozent, dass sie ihre Terminologie ändern werden. Wir glauben nicht, dass wir einen Schalter umlegen werden und dass dies in einer Woche keine Diskussion sein wird.“

Die QAnon-Bewegung unterstützt vor allem den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump und verbreitet die Behauptung, dass die USA von einer kriminellen Organisation beherrscht würde. Die Anhänger der Bewegung haben häufig einen antisemitischen oder rechtsradikalen Hintergrund. Trump selbst wisse zwar nicht viel von der Bewegung, wie er bei einer Pressekonferenz erklärte. Allerdings habe er gehört, dass die Anhänger ihr Land lieben. „Wie ich verstehe, mögen sie mich sehr, was ich zu schätzen weiß“, so der Trump.

teleschau

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