„Cyber 9/11“

Hillary Clinton kämpft weiter gegen ihr Wahl-Trauma – und macht Facebook schwere Vorwürfe

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Ex-Außenministerin Hillary Clinton beim Literaturfestival in London am 15. Oktober.

Bereits zuvor hatte Clinton immer wieder die russische Einflussnahme im US-Wahlkampf 2016 und die Rolle der sozialen Netzwerke angeprangert.

Jetzt bezeichnete sie die Einmischungsversuche aus Russland als „Cyber 9/11“. Einen Tag später legte sie nach und kritisierte im Gespräch mit BBC unter anderem das soziale Netzwerk Facebook heftig. Demnach sei Facebook-Geschäftsführerin und Clinton-Freundin Sheryl Sandberg im Kongress Antworten schuldig geblieben: „Ich bin nicht zufrieden mit den Erklärungen des Unternehmens. Sie müssen die Fragen beantworten und Verantwortung übernehmen“ und fügte hinzu: „Sie schulden es ihrem Land.“

Im Frühjahr hatte Facebook eingestanden, dass die eigene Plattform zur systematischen Propaganda im US-Wahlkampf genutzt wurde. Kürzlich folgten dann genauere Zahlen in Folge einer internen Untersuchung. Demnach schalteten russische Fake-Konten Werbung im Wert von über 100.000 US-Dollar. Die Anzeigen hatten meist polarisierende Themen als Inhalt, wie Rassismus, Migration oder Waffengesetze. Facebook hatte das Material den US-amerikanischen Behörden übergeben.

teleschau

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