Vorzeitiger Spiele-Ruhestand

Gescheitert: „Battleborn“ wird schrittweise abgeschaltet

Sollte nach „Borderlands“ die zweite große Marke für Entwickler Gearbox werden: der an MOBA-Games angelehnte Mehrspieler-Shooter „Battleborn“.
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Sollte nach „Borderlands“ die zweite große Marke für Entwickler Gearbox werden: der an MOBA-Games angelehnte Mehrspieler-Shooter „Battleborn“.

Dieses Jahr konnte das US-amerikanische Entwickler-Studio Gearbox durch die lange überfällige Veröffentlichung seines Loot-Shooters „Borderlands 3“ punkten, aber in den Jahren davor hatte es die Spiele-Schmiede nicht immer leicht: Gleich mehrere mutmaßliche Hits scheiterten - darunter nicht zuletzt das vor drei Jahren veröffentlichte „Battleborn“.

Das Multiplayer-Spiel erschien auf der Höhe des MOBA-Shooter-Hypes - also Action-Spiele, die Verwandtschaften zum Strategie-Subgenre der „Multiplayer Online Battle Arena“-Games aufweisen.

„Battleborn“ kam Mitte 2016 kurz vor dem ähnlichen angelegten „Overwatch“ auf den Markt, konnte sich aber trotz solider bis sehr guter Kritiken nicht gegen den erfolgreicheren Blizzard-Titel behaupten - unter anderem, weil die knallbunte und blitzschnelle Ballerei als zu komplex galt.

Darum ziehen Hersteller 2K und Gearbox im Januar 2021 endgültig den Stecker: Dann wird „Battleborn“ weder im Mehrspieler- noch im Singleplayer-Modus spielbar sein. Bereits jetzt hat man den Spiele-Client aus den digitalen Stores entfernt, „Battleborn“ ist damit - abgesehen von einigen noch zu Spottpreisen gehandelten Versionen in der Box - faktisch nicht mehr zu bekommen. Am 24. Februar 2020 geht die schrittweise Stilllegung des Spiels weiter: Ab diesem Datum wird die bisher für Echtgeld verfügbare Ingame-Währung „Platinum“ gestrichen.

Bereits Juni 2017 wurde „Battleborn“ vom Premium- auf das Free-to-Play-Vermarktungsmodell umgeschaltet, weil die ohnehin schon fragile Spielerzahl zusehends wegbröckelte. Doch auch diese Maßnahme brachte - trotz kurzer Erholung - nicht den nötigen Erfolg.

teleschau

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